Old Testament
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Offenbarung 21,6 (LUTH1912): „Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will den Durstigen geben von dem Brunnen des lebendigen Wassers umsonst.“
Bedeutung auf den ersten Blick: Der Heiland verkündet in dieser abschließenden Offenbarung, dass Gottes Heilsgabe vollständig ist und allen Gläubigen freien Zugang zum ewigen Lebensfluss gewährt. Das „A“ und „O“ bezeichnen die umfassende Gotteschnur von Anfang bis Ende; der Durst nach Gottes Gegenwart wird durch den lebendigen Wasserbrunnen gestillt, und zwar umsonst für die, die hingeben.
Kontext und Hintergrund
Im Kontext der neuen Himmel und neue Erde spricht der Text vom endgültigen, vollendeten Heil, das Gott seinen Menschen schenkt. Der Satz folgt der Zusage, dass Gott gegenwärtig ist und das Leiden beendet. Das Versprechen richtet sich an alle Durstigen, ein Bild für sehnendes, bedürftiges Herz, das Ruhe und Erfüllung nur in Gott findet.
Interpretative Beobachtungen
Thematische Gliederung
Verknüpfte Bibelstellen und kurze Erklärungen
Offenbarung 7,17 – Gott wird als derjenige beschrieben, der dem Durstigen das Wasser des Lebens führt, wodurch Leiden beendet werden. Verbindung: Die Quelle des Lebens ist durch Gottes Treue sicher und dauerhaft.
Johannes 4,14 – Jesus als Wasserbrunnen, der den Durst nach ewiger Lebensbeziehung stillt. Verbindung: Das lebendige Wasser ist Gegenwart Christi, der wahre Lebensspender ist.
Psalm 36,10 – Gottes Güte reicht bis zu den Quellen des Lebens; Schutz und Versorgung finden dort ihre Wurzel. Verbindung: Die gnädige Versorgung Gottes ist beständig und allumgreifend.
Anwendung und praktischer Bezug
Für den Gläubigen bedeutet dieses Versprechen: Vertrauen in Gottes verlässliche Gegenwart – jederzeit, ohne Anstrengung eigener Verdienste – und Offenheit für die freie Gabe seiner lebensspendenden Gegenwart. In einer Welt voller Mangel erinnert Gott daran, dass seine Quelle unerschöpflich ist.
Vermerk zu Zitaten aus frühen Kommentatoren: In diesem Abschnitt werden keine längeren wörtlichen Zitate aus Matthew Henry, Albert Barnes oder Adam Clarke wörtlich wiedergegeben; sinnvolle, verkürzte Paraphrasen ihrer Einsichten fließen in die Deutung ein, ohne den Wortlaut zu kopieren. Für genaue Zitatprüfungen der ausgewählten Aussprüche siehe Originale in deren Werken.