Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiVerse
2 Korinther 5:1 2 Korinther 5:2 2 Korinther 5:3 2 Korinther 5:4 2 Korinther 5:5 2 Korinther 5:6 2 Korinther 5:7 2 Korinther 5:8 2 Korinther 5:9 2 Korinther 5:10 2 Korinther 5:11 2 Korinther 5:12 2 Korinther 5:13 2 Korinther 5:14 2 Korinther 5:15 2 Korinther 5:16 2 Korinther 5:17 2 Korinther 5:18 2 Korinther 5:19 2 Korinther 5:20 2 Korinther 5:21



2. Korinther 5,7 (Luther1912): „denn wir wandeln im Glauben, und nicht im Schauen“
Der Vers steht im Zusammenhang mit Paulus’ Auslegung des irdischen Lebens im Blick auf die himmlische Bestimmung. In 2. Korinther 4–5 ermutigt Paulus die Gemeinde, nicht von dem Sichtbaren getäuscht zu werden, sondern von dem Unsichtbaren zu leben. Hier betont er die Lebensweise der Christen: Sie gehen vorwärts im Vertrauen auf Gottes Verheißungen, auch wenn die Sicht oft bedrängt oder unsicher erscheint. Das Nicht-Schauen bezeichnet nicht Blindheit gegenüber Realität, sondern Abstand vom rein Sinnlichen hin zu einer göttlichen Perspektive, die durch Glauben geordnet ist.
Zentrale Bedeutung
Der Satz fasst die Grunddimension des christlichen Wandels zusammen: Christen leben nicht vordergründig nach dem Sichtbaren, sondern nach dem Glauben. Das Vertrauen auf Gottes Zusagen, die Verheißung der zukünftigen Herrlichkeit und die Gewissheit, dass Gott hinter allem wirkt, prägt das tägliche Handeln, die Entscheidungen und den Umgang miteinander. Diese Lebensführung ist geprägt von Geduld, Hoffnung und einer offenen Bereitschaft, Gottes Willen zu suchen, selbst wenn die Augen Umstände scharf ins Sichtbare richten.
Kernthesen
Verwandte Passagen
– Römer 8,24–25: Die Erwartung der Verklärung und die Geduld im Warten auf das, was Gott verheißen hat, verknüpfen sich mit dem Mangel an Sichtbarkeit hier. Bezugspunkt: Vertrauen auf das verheißene Zukunftsgemäße.
– Hebräer 11,1: Der Inhalt des Glaubens wird als Substanz und Beweis der unsichtbaren Dinge beschrieben. Bezugspunkt: Der Glaube als sichere Grundlage jenseits der Sichtbarkeit.
– 2. Korinther 4,18: Die Blickrichtung auf das Nicht Sichtbare, das Ewige, im Gegensatz zum Vergänglichen. Bezugspunkt: Orientierung am Ewigen statt am Sichtbaren.
Praktische Anwendung
Neben der persönlichen Hoffnung fordert dieser Vers Christen auf, in Gemeinden und Beziehungen Treue im Vertrauen zu zeigen: Entscheidungen, Finanzen, Beruf und Lebensplanung sollten von Gottes Verheißungen geleitet werden, auch wenn aktuelle Umstände unsicher erscheinen. Bei Konflikten oder Leid bleibt der Blick auf das Ziel der ewigen Herrlichkeit gerichtet, wodurch Geduld, Barmherzigkeit und Liebe wachsen können.
Kurzüberblick
„Denn wir wandeln im Glauben, und nicht im Schauen“ erinnert daran, dass der eigentliche Wandel des Christenseins aus dem Vertrauen auf Gott kommt und nicht aus dem unmittelbaren Sichtbaren. Der unsichtbare Blick auf die Zukunft formt Gegenwart, Wandel und Hoffnung gleichermaßen.
Quellenhinweise zu historischen Kommentatoren
Typische historische Stimmen sehen in diesem Vers das Verhältnis von sichtbarer Wirklichkeit und göttlicher Verheißung. Sie betonen, dass der christliche Lebensweg durch Vertrauen statt durch Augenmaß bestimmt wird. Übereinstimmend wird die transformative Kraft des Glaubens hervorgehoben.
Bezugstexte
Röm 8:24–25 – Heb 11:1 – 2 Kor 4:18