Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiVerse
2 Korinther 5:1 2 Korinther 5:2 2 Korinther 5:3 2 Korinther 5:4 2 Korinther 5:5 2 Korinther 5:6 2 Korinther 5:7 2 Korinther 5:8 2 Korinther 5:9 2 Korinther 5:10 2 Korinther 5:11 2 Korinther 5:12 2 Korinther 5:13 2 Korinther 5:14 2 Korinther 5:15 2 Korinther 5:16 2 Korinther 5:17 2 Korinther 5:18 2 Korinther 5:19 2 Korinther 5:20 2 Korinther 5:21



2 Korinther 5:8 (LUTH1912): Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, außer dem Leibe zu wallen und daheim zu sein bei dem HERRN
Aus dem Zusammenhang der zweiten Paulusbriefstelle an die Korinther ergibt sich eine tiefe Perspektive auf das Verscheiden vom irdischen Leben. Paulus spricht hier von einem Spannungszustand: Obwohl er mit den Mühen des Dienstes und dem Drang zur Treue gegenüber dem Christus zu rechnen hat, sehnt er sich nach der Gemeinschaft mit dem Herrn, auch wenn dies den Abschied vom Leibe bedeutet. Die Worte stehen im Kapitel 5 im Licht der Vergänglichkeit und der Hoffnung auf eine zukünftige Ewigkeit. Paulus beschreibt, dass das Sterben kein Verlust, sondern eine Übergangsphase zu einer vollen Gegenwart Gottes ist.
Zentrale Aussage
Der Vers drückt eine doppelte Zuversicht aus: Erstens die «Getrostheit» in einer Zeit des Umsturzes und der Prüfung; zweitens eine bewusste Sehnsucht nach dem Heim bei Gott, jenseits des physischen Lebens. Die Formulierung „außer dem Leibe wallen“ bedeutet mehr als eine räumliche Bewegung; sie kennzeichnet das Verlassen des Fleisches durch den Tod und das Betreten einer realen, himmlischen Gegenwart. Die Hoffnung, so Paulus, „bei dem HERRN zu sein“, übertrifft alle irdischen Maßstäbe und wird zur Triebkraft christlicher Haltung in der Gegenwart.
Zwei bis drei zentrale Themen
Verwandte Stellen
• Römer 8:18–25: Paulus betont, dass die gegenwärtigen Leiden der Christen von der zukünftigen Herrlichkeit übertroffen werden, die darauf wartet, offenbart zu werden. Bezug: Hoffnung auf die Offenbarung der Söhne Gottes.
• Philipper 1:21–23: „Denn Christus ist mein Leben … zu sterben ist Gewinn; zu leben aber in dem Fleisch ist noch Frucht“. Bezug: Die Spannung zwischen Dienst und heimischer Gegenwart.
• Hebräer 13:14: Hier wird bestätigt, dass wir keinen bleibenden Wohnsitz dieser Erde haben, sondern eine Stadt, die von Gott bereitet ist. Bezug: äußerliche Pilgerfahrt und himmlische Bestimmung.
Kurzpraktischer Bezug
Für den Alltag bedeutet dies: In Krisen darf eine ruhige Zuversicht bleiben, weil die Hoffnung auf die Gegenwart des Herrn stabil ist. Die Geduld im Leid wird nicht als Verzicht, sondern als Ausrichtung auf das Ewige verstanden. Die Christen sollen ihre irdische Berufung treu erfüllen, ohne den Blick auf die himmlische Berufung zu verlieren.
Zusammenfassende Perspektive
Der Vers verbindet eine verlässliche Gottesfurcht im Hier und Jetzt mit einer liebenden Sehnsucht nach der unmittelbaren Gemeinschaft mit Christus jenseits des Leibes. Diese Doppelheit prägt Paulus’ Botschaft: Lebe verantwortungsvoll in dieser Welt, doch halte Ausschau nach dem unvergleichlichen Zuhause bei Gott.
Hinweis auf geschätzte Gelehrtenaussagen (aus public-domain Quellen nur in Bezug auf kurze, erkennbare Zitate): Es sei darauf hingewiesen, dass in dieser Abhandlung sinngemäße Übertragungen aus Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke genutzt wurden, sofern sie den Kontext unterstützen. Zitate wurden in der vorliegenden Übersetzung nicht wörtlich wiedergegeben, sofern nicht ausdrücklich zitiert; wörtliche, kurze Formulierungen würden dem Stil der jeweiligen Kommentatoren entsprechen, ohne den Sinn zu verfälschen.