Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiAmos 5:16 Kommentar zum Bibelvers
Amos 5:16 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Darum so spricht der HERR, der Gott Zebaoth, der Herr: Es wird in allen Gassen Wehklagen sein, und auf allen Straßen wird man sagen: “Weh! weh!”, und man wird den Ackermann zum Trauern rufen, und zum Wehklagen, wer da weinen kann.
Amos 5:16 Vers-für-Vers-Kommentar
*** Dieser Kommentar enthält Inhalte aus klassischen gemeinfreien Quellen. Teile des Materials wurden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, zusammengefasst oder übersetzt. Bitte vergleiche jede Erklärung mit dem vollständigen Bibeltext und seinem Zusammenhang. Wenn du einen Fehler oder eine verbesserungsbedürftige Übersetzung findest, teile es uns bitte mit.
Amos 5:16 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Joel 1:11 (LUTH1912) »
Die Ackerleute sehen jämmerlich, und die Weingärtner heulen um den Weizen und die Gerste, daß aus der Ernte auf dem Felde nichts werden kann.

Jeremia 9:17 (LUTH1912) »
So spricht der HERR Zebaoth: Schaffet und bestellt Klageweiber, daß sie kommen, und schickt nach denen, die es wohl können,

Jeremia 9:10 (LUTH1912) »
Ich muß auf den Bergen weinen und heulen und bei den Hürden in der Wüste klagen; denn sie sind so gar verheert, daß niemand da wandelt und man auch nicht ein Vieh schreien hört. Es ist beides, Vögel des Himmels und das Vieh, alles weg.
Amos 5,16 (LUTH1912): Zusammenhang und Bedeutung
Der Vers steht im Rahmen des Prophetentextes Amos, der Gottes Forderung nach Recht und Fröhlichkeit in der öffentlichen ANDacht der Israeliten mit scharfer Zurechtweisung mischt. In Amos 5 wird Gottes Zorn angesichts von Ungerechtigkeit, Heuchelei und gesellschaftlichem Verfall sichtbar. Der Vers beschreibt eine gesellschaftliche Atmosphäre der Trauer, in der das Wehklagen allgegenwärtig sein wird, weil der Ackermann zum Trauern ruft. Die Bilder sprechen von einer kultischen Leere ohne ehrliche Gerechtigkeit, in der selbst die Arbeiterschaft von Trauer erfasst wird.
Zentrale Bedeutung
Gott kündigt eine Zeit der sichtbaren Unruhe und Klage an, nicht als willkürliche Grausamkeit, sondern als Folge moralischer Verwerfung. Die Worte zeigen, dass göttliche Gerichtsbotschaften oft in Bildern der öffentlichen Trauer und des Klagegeschreis vernehmbar werden, damit eine verfehlte Lebensweise offenbar wird. Es geht um das Versagen der sozialen Gerechtigkeit und der Rechtsordnung, wodurch die normale Arbeits- und Alltagsordnung durchweicht wird.
Zwei bis drei zentrale Themen
Verwandte Passagen (Cross-References)
– Jesaja 3,24–26: Ähnliche Bilder der Umkehr in einer kränkelnden Gesellschaft, in der soziale Ungerechtigkeit zu Klage wird. Die Verbindung zeigt, dass Gottes Gerichte oft durch den Wandel der Lebensordnung sichtbar werden.
– Hosea 6,4–6: Gott verlangt Barmherzigkeit und Erkenntnis mehr als regelmäßige Opfer; hier wie dort wird deutlich, dass formale Frömmigkeit ohne Gerechtigkeit unfruchtbar bleibt.
– Amos 5,21–24: Ein direkter Gegenblick zu einer scheinbar frommen Praxis, die Gott nicht gefällt; hier wird die Klage der Prophetie konkreter, weil Ungerechtigkeit vorherrscht.
Praktische Reflexion
Der Vers mahnt zur Wachsamkeit: Wo Trauer und Klage dominieren, sollten wir prüfen, ob es um echte Umkehr geht oder nur um äußeres Grollen. Echte Frömmigkeit zeigt sich in gerechtem Verhalten gegenüber den Schwachen, fairer Geschäftskultur und ehrlichem Gottesdienst, der von Herzen kommt.
Kurzfassung
Gottes Urteil zeigt sich in einer Zeit allgemeiner Trauer: Die Stadt ruft nach Klage, weil Gerechtigkeit verweigert wird. Der Text ruft zur Umkehr, nicht zur reinen Warnung, und erinnert daran, dass religiöse Rituale ohne soziale Gerechtigkeit unfruchtbar bleiben.
Historisch-theologische Hinweise
Matthew Henry und Albert Barnes betonen, dass Amos Gottes Zorn gegen Heuchelei und soziale Ungerechtigkeit richtet und dass der Prophet die Gesellschaft zur echten Reformation aufruft. Adam Clarke unterstreicht die Betonung der öffentlichen Klage als sichtbares Zeichen göttlicher Zurechtweisung. Eine zusätzliche Sichtweise erinnert daran, dass Gottes Forderung nach Recht und Barmherzigkeit tiefer geht als rein religiöse Zeremonien.
Zitatquellen (auszugweise, keine vollständigen Verse): Wenn vorhanden, wurden kurze, erkennbare Formulierungen aus Henry, Barnes oder Clarke verwendet; vollständige Bibeltexte der Quellkommentare werden hier nur in Bezug auf Inhalte paraphrasiert.