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Prediger 5:15 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Wie er nackt ist von seine Mutter Leibe gekommen, so fährt er wieder hin, wie er gekommen ist, und nimmt nichts mit sich von seiner Arbeit in seiner Hand, wenn er hinfährt.
Prediger 5:15 Vers-für-Vers-Kommentar
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Prediger 5:15 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Hiob 1:21 (LUTH1912) »
und sprach: Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren. Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt.

Psalm 49:17 (LUTH1912) »
Denn er wird nichts in seinem Sterben mitnehmen, und seine Herrlichkeit wird ihm nicht nachfahren.

1 Timotheus 6:7 (LUTH1912) »
Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; darum offenbar ist, wir werden auch nichts hinausbringen.
Prediger 5,15 (LUTH1912): Sinn- und Vergänglichkeit des irdischen Erwerbs
Aussagen des Verses: Wie er nackt ist von seine Mutter Leibe gekommen, so fährt er wieder hin, wie er gekommen ist, und nimmt nichts mit sich von seiner Arbeit in seiner Hand, wenn er hinfährt.
Gelebte Bedeutung auf den ersten Blick
Der Vers formuliert eine grundlegende Erkenntnis des Lebens: Geburt und Tod sind unvermeidlich, und am Ende bleibt nichts von dem, was der Mensch erworben oder erbaut hat. Der Reichtum, die Mühen der Arbeit, die Pläne und Projekte veräußern sich mit dem Übergang aus dem Leben; der Mensch geht nackt hinaus, so wie er geboren wurde, und kann seine Hände nichts mitnehmen. Damit wird die Vergänglichkeit des irdischen Erwerbs betont, nicht seine moralische Wertlosigkeit, sondern seine zeitliche Begrenztheit.
Kontext und Hintergrund
Das Buch Prediger (Kohelet) reflektiert über Sinn und Sinnlosigkeit des menschlichen Strebens. In diesem Abschnitt rückt der König Salomo die Tatsache der Sterblichkeit in den Mittelpunkt, um menschliche Eitelkeiten zu hinterfragen. Der Vers knüpft an das unvermeidliche Schicksal von Geburt, Leben und Tod an und setzt das menschliche Tun in Beziehung zu dieser Endlichkeit.
Interpretative Beobachtungen
Bezug zu verwandten Passagen
– Jesaja 40,6–7: Die Vergänglichkeit menschlicher Erscheinung erinnert daran, dass nichts dauerhaft ist, außer Gottes Wort. Verbindung: Die Heiligkeit Gottes bleibt, aber menschliches Leben neigt sich.
– Prediger 2,11: Die Erkenntnis, dass alle Mühe der Hände nur leer bleibt ohne Weisheit, Erkenntnis und Gottesfurcht. Verbindung: Der Wert der Arbeit wird relativiert, wenn Sinn fehlt.
– Hebräer 9,27: Der Mensch steht einmal vor dem Gericht, und das Ziel des Lebens liegt in Gottes Angesicht. Verbindung: Endgültigkeit des irdischen Schaffens im Licht der Ewigkeit.
Kurze thematische Zusammenstellung
Praktische Schlussbemerkung
Der Vers mahnt zur Bescheidenheit: Arbeite, plane und sorge für deine Familie, doch halte deine Herzenstendenzen frei von der Illusion, dass Dinge ewig Bestand hätten. richte dein Vertrauen primär auf Gott und eine weise Lebensführung, die über den letzten Atemzug hinaus Bestand hat.
Hinweis zu Zitatquellen (aus öffentlich zugänglichen Kommentaren): Wenn Sie den Abschnitt im Geleisteten Stil von Matthew Henry, Albert Barnes oder Adam Clarke prüfen, finden sich prägnante Aussagen über die Geschichtlichkeit des Lebens und die Vergänglichkeit des Erwerbs. Konkrete kurze Wortlautpassagen werden hier nur in Bezug auf ihre Kernaussagen zitiert und nicht wörtlich erneut wiedergegeben, um Urheberrechtsbestimmungen fremder Texte zu respektieren.