Old Testament
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Hebräer 2:17 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Daher mußte er in allen Dingen seinen Brüdern gleich werden, auf daß er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu versöhnen die Sünden des Volks.
Hebräer 2:17 Vers-für-Vers-Kommentar
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Hebräer 2:17 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Hebräer 4:14 (LUTH1912) »
Dieweil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesum, den Sohn Gottes, der gen Himmel gefahren ist, so lasset uns halten an dem Bekenntnis.

Hebräer 2:14 (LUTH1912) »
Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er dessen gleichermaßen teilhaftig geworden, auf daß er durch den Tod die Macht nehme dem, der des Todes Gewalt hatte, das ist dem Teufel,

Philipper 2:7 (LUTH1912) »
sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein andrer Mensch und an Gebärden als ein Mensch erfunden;
Hebräer 2,17 – Bedeutung und Auslegung (LUTH1912)
Wesentlicher Sinn: Damit Christus als Hohepriester vor Gott treu und barmherzig auftreten kann, musste er in allen Dingen seinen Brüdern gleich werden. Dadurch wird ersichtlich, dass er die Sünde des Volkes versöhnen und zugleich selbst als Mittler auftreten konnte.
Historischer und theologischer Hintergrund
Der Vers steht mitten in der Auslegung des Problems der Menschheit: Gott hat die Menschheit in Jesus Christus öffentlich angenommen, um als Hohepriester für das Volk zu wirken. Indem der Sohn in menschlicher Gestalt leibt, wird ihm die Erfahrung der Schwäche und Versuchung zuteil; so wird seine Barmherzigkeit glaubwürdig und seine Treue vor Gott authentisch. Der Druck der Sünde wird in der Menschheitsgeschichte sichtbar, doch Christus tritt als Repräsentant des Volkes vor den Vater, um zu versöhnen.
Interpretative Beobachtungen
Thematische Orientierungspunkte
Verwandte Passagen und kurze Erklärungen
1) Hebräer 4,15 – Christus versteht unsere Schwäche durch Erfahrung menschlicher Versuchung; daraus ergibt sich seine Fähigkeit, uns zu helfen. Explanation: Die Nähe zu unserer Beschränkung stärkt seine solidarische Fürsprache.
2) Hebräer 8,6 – Jesus besitzt eine trefflichere priesterliche Würde, weil er durch den Tempel der Himmlischen auf bessere Verheißungen zugreift. Explanation: Die himmlische Grundlage seiner Priesterwürde macht seine Versöhnungswirkung zuverlässig.
3) Römer 5,10 – Durch seine Versöhnung werden wir durch den Tod Gottesfreund; stille Sicherheitsfaktoren der Rechtfertigung additiv erklärt. Explanation: Verknüpfung von Versöhnung, Rechtfertigung und Frieden mit Gott.
Praktischer Ausblick
Das Versöhnungswerk Christi fordert Gläubige zur Dankbarkeit und zum Vertrauen in seine treue Fürsprache auf. Angesichts von Versuchung und Schuld kann die Erkenntnis trösten, dass Christus nicht fern, sondern nahbare Hilfe ist.
Quellenhinweise zu klassischen Auslegungen (aus öffentlich zugänglichen Kommentaren): Henry, Barnes, Clarke. Obige Rede entspricht der Strömung, in der diese Kommentatoren die Menschwerdung Christi, seine Barmherzigkeit und Treue als zentrale Grundlage der Versöhnung betonen. Einzelne prägnante Einschübe der genannten Kommentatoren werden nicht wörtlich in voller Länge wiedergegeben, aber ihre grundsätzlichen Aussagen fließen in diese Zusammenfassung ein.
Cross-reference: Hebräer 2,14–18; Hebräer 4,14–16; Ro 5,10. Die Verbindungen zeigen, wie die Versöhnung durch Christus sowohl theologisch als auch praktisch die Beziehung zu Gott neu begründet.