Jeremia 51:38 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers

Sie sollen miteinander brüllen wie die Löwen und schreien wie die jungen Löwen.

Vorheriger Vers
« Jeremia 51:37
Nächster Vers
Jeremia 51:39 »

Jeremia 51:38 Vers-für-Vers-Kommentar

Jeremia 51,38 – Bedeutung auf einen Blick

Kernaussage der Stelle: Gott beschreibt das feindliche Reich, das sich wie wilde Löwen brüllt; es zeigt damit seine Macht und Entrüstung gegen Jerusalem. Die Verse setzen eine bildhafte Sprache ein, um die Lautstärke, den Schrecken und die drohende Zerstörung zu vermitteln, die über das Land kommen werden.

Historischer Kontext und Hintergrund

Jeremia warnt vor der Zerstörung Jerusalems durch die Babylonier. Jeremia 51 schließt sich dem Prophetischen Bild der Vernichtung an, in dem Babylon als Weltmacht erscheint, deren Lärm und Brüllen den Untergang ankündigen. Die Formulierungen erinnern an königliche Bettel- und Kriegslaute, die niemand überhören kann. Die Beschreibung dient dazu, Israel Trost in der Gerechtigkeit Gottes zu suchen: Die Tyrannei der Völker wird nicht endlos bestehen.

Interpretative Beobachtungen

- Die Metapher der Löwen deutet keine wörtliche Tierangst an, sondern Stärke, Brutalität und überlegene Macht. Das Brüllen symbolisiert Schrecken, Verwirrung und eine unaufhaltsame Bewegung von Feinden.

- Die Erwähnung der „jungen Löwen“ verstärkt die Vorstellung von ungestümer Energie und spontaner Gewalt, die sich gegen die Bewohner richtet.

- Im Blick auf das thematische Gesamtbild Jeremia 51 wird deutlich, dass Gottes Gericht gegen Ungerechtigkeit oft durch weltliche Mächte erfolgt, doch am Ende Gottes Souveränität und Gerechtigkeit stehen.

Kurze thematische Gliederung

  • Bedrohte Zivilisation: Zeichen eines kommenden Gerichtsurteils.
  • Bildsprache der Macht: Löwen- und Jönger-„Löwen“ als Symbol starker Feinde.
  • Göttliche Souveränität: Gottes endgültige Verhinderung der Bosheit durch Gericht.

Verwandte Stellen und Verbindung

Jeremia 50–51 schildern Babylon als Werkzeug Gottes, das Gericht über den Norden, Juda und Jerusalem bringt. Es gibt Parallelen zu Offenbarungssymbolik, die ähnliche Bilder von mächtigen Reichen und Gottes Gericht verwenden; beide Texte erinnern daran, dass irdische Macht letztlich Gottes Urteil untersteht.

Psalm 93,1–2 verweist auf Gottes Herrschaft über Wasser und Reiche; auch dort wird die Stärke Gottes betont, die die Ordnung hält, trotz drohender Mächte. Bei Jeremia wird deutlich, dass menschliche Macht im Urteil Gottes begründet wird.

Praktische Anwendung

Die Passage ermutigt Gläubige, in Zeiten politischer Unruhe und drohender Gewalt nicht in Furcht zu verharren, sondern auf Gottes Souveränität zu vertrauen. Wer Gottes Gerechtigkeit sucht, wird inmitten von weltlicher Ungerechtigkeit Ruhe finden, weil Gott am Ende sicher bewahrt und richtet.

Begrenzte Zitate aus frühen Kommentaren (ohne vollständige Texte)

Als Hintergrundhinweise ziehen wir kurze, unverwechselbare Einsichten aus den klassischen Stimmen heran:

  • Matthew Henry betont die Machtbilder der Nationen und die Weisheit Gottes, die letztlich über alle Reiche herrscht.
  • Albert Barnes hebt hervor, dass Gottes Gericht oft durch menschliche Mächte sichtbar wird, doch diese Mächte sind nur Werkzeuge in seiner Hand.
  • Adam Clarke erinnert daran, dass sich göttliche Richtsprüche nie überhören lassen und dass die Vision der Löwen eine bildhafte Darstellung göttlicher Gerechtigkeit ist.

Kernbedeutung in einem Satz: Jeremia malt das laute Brüllen der feindlichen Macht als Zeichen des kommenden Urteils, durch das Gottes Souveränität und Gerechtigkeit sichtbar werden.

*** Dieser Kommentar enthält Inhalte aus klassischen gemeinfreien Quellen. Teile des Materials wurden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, zusammengefasst oder übersetzt. Bitte vergleiche jede Erklärung mit dem vollständigen Bibeltext und seinem Zusammenhang. Wenn du einen Fehler oder eine verbesserungsbedürftige Übersetzung findest, teile es uns bitte mit.

Jeremia 51:38 Querverweise und verwandte Bibelstellen

Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Jeremia 2:15 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Jeremia 2:15 (LUTH1912) »
Denn Löwen brüllen über ihn und schreien und verwüsten sein Land, und seine Städte werden verbrannt, daß niemand darin wohnt.

Richter 16:20 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Richter 16:20 (LUTH1912) »
Und sie sprach zu ihm: Philister über dir, Simson! Da er nun aus seinem Schlaf erwachte, gedachte er: Ich will ausgehen, wie ich mehrmals getan habe, ich will mich losreißen; und wußte nicht, daß der HERR von ihm gewichen war.

Hiob 4:10 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Hiob 4:10 (LUTH1912) »
Das Brüllen der Löwen und die Stimme der großen Löwen und die Zähne der jungen Löwen sind zerbrochen.

LUTH1912 Bibelbuch auswählen