Old Testament
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Richter 14:3 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Sein Vater und sein Mutter sprachen zu ihm: Ist denn nun kein Weib unter den Töchtern deiner Brüder und in allem deinem Volk, daß du hingehst und nimmst ein Weib bei den Philistern, die unbeschnitten sind? Simson sprach zu seinem Vater: Gib mir diese; denn sie gefällt meinen Augen.
Richter 14:3 Vers-für-Vers-Kommentar
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Richter 14:3 Querverweise und verwandte Bibelstellen
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Richter 15:18 (LUTH1912) »
Da ihn aber sehr dürstete, rief er den HERRN an und sprach: Du hast solch großes Heil gegeben durch die Hand deines Knechtes; nun aber muß ich Durstes sterben und in der Unbeschnittenen Hände fallen.

1 Samuel 17:36 (LUTH1912) »
Also hat dein Knecht geschlagen beide, den Löwen und den Bären. So soll nun dieser Philister, der Unbeschnittene, sein gleich wie deren einer; denn er hat geschändet das Heer des lebendigen Gottes.

2 Samuel 1:20 (LUTH1912) »
Sagt's nicht an zu Gath, verkündet's nicht auf den Gassen zu Askalon, daß sich nicht freuen die Töchter der Philister, daß nicht frohlocken die Töchter der Unbeschnittenen.
Richter 14:3 – Kontext und Bedeutung
In Richter 14:3 bittet Simsons Mutter und Vater seinem Wunsch zu widersprechen: Sie fragen, ob kein Weib unter den Töchtern seiner Brüder oder im Volk zu finden sei, das sich mit den Philistern, den Unbeschnittenen, verheiraten lasse. Simson aber entgegnet: "Gib mir diese; denn sie gefällt meinen Augen." Der Vers steht mitten in einer Episode, die Simson als widersprüchliche Figur zeigt: Einerseits gewährt Gott ihm besondere Stärke und führt ihn in den Konflikt mit den Philistern, andererseits verkehrt er persönliche Begierde und impulsives Handeln in praktische Folgen.
Zentrale Bedeutung
Der Vers illustriert eine grundlegende Spannung: Gottes Berufung zu einer Aufgabe wird oft durch menschliche Schwächen, Verlangen und kulturelle Vorurteile geprüft. Simson beansprucht eine Ehe mit einer Philisterin, einem Volk, das Israel zu jener Zeit politisch und religiös bedroht. Die Reaktion seiner Eltern spiegelt den gesellschaftlichen Konflikt wider: Der Wunsch nach Konformität mit dem Hause Israel und dem göttlichen Auftrag steht neben individuellen Gelüsten. Die Erzählung bereitet außerdem das auf dramatische Weise dramatisierte Thema der Verführung und der Folgen unbedachter Entscheidungen vor.
Kernthesen und Themen
Verwandte Passagen
Zur vertieften Orientierung vergleichen Sie u. a. Unirossungen mit folgenden Stellen:
Praktische Anwendung
Der Abschnitt erinnert daran, dass göttliche Berufung menschliche Entscheidungen nie völlig von Fehltritten trennen kann. Wichtig ist, wie der Mensch nach Umkehr und nach Gottes Richtung handelt. Wer Gottes Willen sucht, wird auch dann geführt, wenn persönliche Gelüste verlockend sind. Gleichzeitig mahnt der Text, Verantwortung gegenüber Gemeinschaft und Nation ernst zu nehmen, statt sich allein von individuellen Begehren leiten zu lassen.
Kurze Zusammenfassung
Richter 14:3 zeigt Simsons Bitte, eine Philisterin zu heiraten, trotz der familiären und religiösen Spannungen. Der Vers betont die Spannung zwischen persönlichem Verlangen und göttlicher Bestimmung, eine Thematik, die die weiteren Kapitel der Richtergeschichte prägend fortführt.
Quellenhinweise zu klassischen Kommentaren
Bezugspunkte finden sich in den klassischen Kommentaren zur Thematik von Simson und seinen Entscheidungen. Typische Einsichten betonen, dass Gottes Wirken oft durch menschliche Unzulänglichkeiten hindurch geschieht und dass das Volk Israel sich gegen verirrende Wege wappnen muss. In den benannten Kommentaren wird die Frage nach Identität und Treue gegenüber dem Bund betont. Hinweis: Zitatpassagen aus Matthew Henry, Albert Barnes oder Adam Clarke werden hier nur genutzt, wenn sie wörtlich vorhanden sind.