Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiChapter
Matthäus 1 Matthäus 2 Matthäus 3 Matthäus 4 Matthäus 5 Matthäus 6 Matthäus 7 Matthäus 8 Matthäus 9 Matthäus 10 Matthäus 11 Matthäus 12 Matthäus 13 Matthäus 14 Matthäus 15 Matthäus 16 Matthäus 17 Matthäus 18 Matthäus 19 Matthäus 20 Matthäus 21 Matthäus 22 Matthäus 23 Matthäus 24 Matthäus 25 Matthäus 26 Matthäus 27 Matthäus 28Verse
Matthäus 23:1 Matthäus 23:2 Matthäus 23:3 Matthäus 23:4 Matthäus 23:5 Matthäus 23:6 Matthäus 23:7 Matthäus 23:8 Matthäus 23:9 Matthäus 23:10 Matthäus 23:11 Matthäus 23:12 Matthäus 23:13 Matthäus 23:14 Matthäus 23:15 Matthäus 23:16 Matthäus 23:17 Matthäus 23:18 Matthäus 23:19 Matthäus 23:20 Matthäus 23:21 Matthäus 23:22 Matthäus 23:23 Matthäus 23:24 Matthäus 23:25 Matthäus 23:26 Matthäus 23:27 Matthäus 23:28 Matthäus 23:29 Matthäus 23:30 Matthäus 23:31 Matthäus 23:32 Matthäus 23:33 Matthäus 23:34 Matthäus 23:35 Matthäus 23:36 Matthäus 23:37 Matthäus 23:38 Matthäus 23:39



Matthäus 23,37 (LUTH1912) – Kontext und Kernbotschaft
In dieser Anklage richtet Jesus sich gegen die Städte Judäas, insbesondere gegen Jerusalem, die sich gegen die Propheten und Boten Gottes gesetzent schließt. Der Vers steht im Zusammenhang mit den Härten, mit denen Jesus die Ablehnung seiner Botschaft widerspiegelt. Er bedauert die wachsende Verstockung und kündigt zugleich das bevorstehende Leid an, das aus dem Widerstreit zwischen göttlicher Gnade und menschlicher Unwilligkeit erwächst.
Zentrale Bedeutung
Jesus klagt die Stadt Jerusalem an, weil sie wiederholt Gottes Boten tötet und steinigt, während er selbst als der Messias zu ihr kommt. Doch statt Empfang zu finden, bleibt ihr Herz verschlossen. Die bildhafte Sprache der Henne, die ihre Küchlein unter ihre Flügel sammelt, vermittelt Herzliebe und Sehnsucht nach Schutz – eine vergebliche Einladung zur Nähe Gottes. Die Passage zeigt Gottes Sehnsucht nach Verbindung mit seinem Volk und die dringliche Warnung vor Verstockung und Missachtung göttlicher Gnade.
Zwei bis drei zentrale Themen
Verbindungen zu verwandten Passagen
– Lukas 13,34: Jesu Ausdruck von Schmerz über Jerusalems Verstockung ergänzt die tavrische Perspektive und betont die wiederholte Hoffnung Gottes trotz Unglaube. Bezugspunkt: Gottes Geduld vs. Gericht.
– Jesaja 5,1–7: Die Metapher des Weinbergs, der erbarmungslos misshandelt wird, veranschaulicht die Erwartung Gottes an sein Volk und die Reaktion, wenn Gottes Gnade zurückgewiesen wird. Bezugspunkt: göttliche Erwartung und menschliche Ablehnung.
– Jeremia 7,4–11: Die Warnung vor trügerischer Sicherheit durch äußere Rituale, ohne Reue und Gehorsam, ergänzt das Thema der Herzenshaltung gegenüber Gott.
Praktische Reflexion
Für Hörer heute bleibt die Passage eine Mahnung, Gottes Einladung zur Nähe ernst zu nehmen. Wo begegnen wir in unserem Leben einer „Henne“-Güte Gottes, die uns Schutz anbietet, aber unser Herz verschließt? Die Bitte um Umkehr gilt auch uns: Öffnen wir uns der göttlichen Führung, statt ältere Muster der Selbstgerechtigkeit zu pflegen.
Zusammenfassung
Jesus fasst seine missionarische Herzenshaltung gegenüber Jerusalem zusammen: Gottes väterliche Fürsorge wird von einem weigerten Herzen abgewehrt, die Propheten zu hören und zu achten. Die Passage ruft sowohl zu einer ernsthaften Selbstprüfung als auch zur Gnade Gottes auf, die dennoch zu finden bleibt, falls Reue kommt.
Aus den klassischen Kommentaren lässt sich bündig feststellen: Matthew Henry betont die Sehnsucht Jesu nach den verlorenen Schafen; Albert Barnes verweist auf die Schuld der Stadt an der Abweisung der Boten; Adam Clarke hebt die Offenbarung göttlicher Geduld im Angesicht der Verstockung hervor. In diesem Zusammenschluss entsteht eine klare Lehre: Gott liebt sein Volk und lädt es dringend zur Umkehr ein, auch wenn die Ablehnung schmerzlich gestaltet ist.