Old Testament
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Sprüche 23,21 (LUTH1912)
„denn die Säufer und Schlemmer verarmen, und ein Schläfer muß zerrissene Kleider tragen.“
Im unmittelbaren Kontext
Der Vers gehört zu einer Weisheitsrede, die frühkindliche Lehre, Mäßigung und Rechtschaffenheit gegenüber genießt. Er warnt davor, Ungebundenheit gegenüber Begierden zu kultivieren, besonders gegen übermäßigen Genuss und Nachtarbeiten, die letztlich zu Armut und Schande führen. Die Gegenrede richtet sich gegen Lebensformen, die Sinnlichkeit über Verantwortung setzen.
Was der Text über Gott und Glauben aussagt
Die Stelle betont eine Gott-gottesfürchtige Lebensordnung: Gott sorgt für Ordnung in der Schöpfung, in der Gier und Nachlässigkeit Folgen haben. Weisheit ruft zur Selbstbeherrschung auf; Treue zu Gott zeigt sich in verantwortungsvollem Umgang mit Zeit, Geld und Begierden. Da steht kein strafender Zorn allein, sondern eine praktische Folge: Wer Maß verliert, erlebt existenzielle Auswirkungen.
Wichtige Wörter und Bilder
Verwandte Passagen
Ähnliche Warnungen finden sich in der Weisheitsliteratur, etwa vor Nachlässigkeit und Verschwendung. Ein Verweis auf Gelassenheit vor Träumerei wird durch andere Sprüche ergänzt, die Maß halten in Erwerb und Lebensführung fordern. Cross-references helfen, das Prinzip der Maßhaltung zu erkennen, ohne in strafende Details zu verfallen:
Historische Stimmen (zusammengefasst)
Matthew Henry betont, dass Maß und Selbstbeherrschung Tugenden sind, die das normale Leben sichern. Albert Barnes unterstreicht, dass Trunkenheit und Maßlosigkeit die praktische Lebensführung zerstören. Adam Clarke hebt hervor, dass hier der gesundheitliche und wirtschaftliche Schaden durch Faulheit und Völlerei sichtbar wird. Gemeinsam liefern sie eine klare Botschaft: Die Weisheit ermutigt zu Arbeit, Ordnung und Gottesfurcht statt Unruhe des Lebens.
Gegenwartsbezug und Anwendung
Der Vers mahnt zur Mäßigung in Essen, Trinken und Freizeit. In der heutigen Welt bedeutet das: Nicht dem Konsumrausch nachzugeben, sondern Disziplin zu üben, Ausgaben zu planen und großzügig zu handeln, ohne die Kontrolle zu verlieren. Wer Maß hält, bewahrt Würde und schafft sich zuverlässige Lebensgrundlagen. Selbst wenn Versuchungen leicht zugänglich sind, bleibt Weisheit der Weg zu Sicherheit und Frieden.
Spezielle Hinweise zur Übersetzung
Der Vers spricht in der LUTH1912-Übersetzung von den Folgen von Sucht und Überdruss. Die zentralen Bilder – Armut und schändliche Kleidung – illustrieren, wie mangelnde Selbstbeherrschung sichtbare Auswirkungen hat.
Zusammenfassung
Proverbs 23,21 warnt vor der Lebensweise der Überdruß-Genießer und Andeutungen von Nachlässigkeit. Gottes Weisheit ruft zur Selbstbeherrschung, Verantwortung und einem Lebensstil, der Arbeit, Ordnung und Würde fördert. Die biblische Perspektive bleibt auch heute gültig: Maß halten schützt vor Armut, Schande und Zerbruch des Lebens, während Klugheit zu Stabilität führt.