Old Testament
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Psalm 113,3 (LUTH1912): Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des HERRN!
Sofortiger Bezugspunkt
Dieser Vers steht im ersten Teil des Psalms 113, der als hymnische Anbetung beginnt: Gott wird als der souverän erhöht dargestellt, der sich der Armen und Bedürftigen annimmt. Der Satz „Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang“ fasst die ganze Schöpfung in eine regelmäßige Zeiteinheit und stellt heraus, dass Gottes Name in jeder Stunde und zu jeder Ort gepriesen wird.
Was der Text über Gott und Glauben offenbart
Der Vers betont Gottes Heiligkeit und Würde, die nicht an einen Ort oder an bestimmte Zeiten gebunden ist. Sein Name soll überall gepriesen werden – im Aufgang der Sonne wie im Untergang. Daraus folgt eine Grundsatzannahme des Glaubens: Gottes Gegenwart und Wesen bleiben konstant, auch wenn menschliche Lebensumstände wechseln. Die Formulierung lädt Gläubige dazu ein, Gott als universell anwesend zu erkennen und ihn in allen Lebenslagen zu loben.
Wichtige Wörter und Bilder erklärt
Verwandte Bibelstellen
Verweise helfen, das Verständnis zu vertiefen, ohne den Text zu wiederholen:
Historische Weisheit aus der Literatur
Frühere Gelehrte sehen in diesem Vers eine Einladung zum kontinuierlichen Gotteslob, unabhängig von äußeren Umständen. Matthew Henry betont die Wichtigkeit, Gottes Name in allen Situationen zu ehren, ein Prinzip, das durch die gesamte Psalmenkunst getragen wird. Albert Barnes hebt hervor, dass der Ausdruck die universelle Gültigkeit der Anbetung Gottes unterstreicht. Adam Clarke erinnert daran, dass der Psalmdichter die Schöpfung als ständige Zeugin des lobpreisenden Gottes anführt. Diese Stimmen ergänzen sich zu einer gemeinsamen Botschaft: Gottes Lob soll beständig sein, weil Gott beständig ist.
Praktische Anwendung für heute
Wie kann dieser Vers im modernen Leben wirken? Er ermutigt, den Namen Gottes weder auf bestimmte Rituale noch auf idealisierte Zeiten zu beschränken, sondern ihn in allem Alltag zu loben: im Arbeitsweg, in Krisen, im freudigen Meistern von Aufgaben und in Zeiten der Geduld. Der Gedanke „vom Aufgang bis zum Niedergang“ fordert eine ganzheitliche Haltung des Lobes: Gottes Treue wird gesehen, wenn man Rückschläge erlebt, aber auch in den alltäglichen Segnungen. Die Haltung ist nicht oberflächlich, sondern eine tief verwurzelte Lebensrichtung des Gottesdienstes.
Quellenangaben zu wörtlichen Aussprüchen aus Henry, Barnes oder Clarke: Falls wörtliche kurze Aussagen dieser Kommentatoren verwendet wurden, sind sie hier in der zitierbaren Form erwähnt. Das Zitat aus Henrys Kommentar wird hier nicht wörtlich wiedergegeben, sondern sinngemäß genutzt; dieselbe Praxis gilt für Barnes und Clarke. Falls eine direkte, kurze Passage vorhanden wäre, würde sie hier als exact quotes gekennzeichnet erscheinen.