Old Testament
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Psalm 85,12 (LUTH1912): » daß uns auch der HERR Gutes tue und unser Land sein Gewächs gebe;«
In diesem Vers steht eine Bitte und eine Erwartung, die im Zusammenhang des Gottesdienstes und des geistlichen Wechsels des Volkes Israel zu sehen sind. Der Psalm beginnt mit einer Klage über Gottes Abwendung und endet mit einem Bekenntnis der Güte Gottes und der Hoffnung auf Frieden und Fruchtbarkeit. Hier wird die Bittenformulierung zu einer Zuversicht: Wenn der HERR Gutes gewährt und das Land sein Gewächs schenkt, wird das Verhältnis zwischen Gott und seinem Volk erneuert und gestärkt.
Zentrale Bedeutung
Der Vers drückt die Erwartung aus, dass Gottes Wohlgefallen und Segen sich in greifbarer Fruchtbarkeit zeigen. Das „Gewächs“ des Landes steht metaphorisch für Ernte, Wohlstand und Sicherheit. Die Formulierung betont, dass sichtbare Segnungen Gottes eng mit seiner Güte verknüpft sind und dass das Land durch Gottes Segen geschützt und genährt wird.
Zwei bis drei Kernthemen
Verwandte Passagen (Cross-References)
• Jesaja 55,11 – Gottes Wort wird nicht leer zurückkehren, sondern Frucht bringen. Diese Verheißung ergänzt das Bittgebet um eine Perspektive der göttlichen Zuverlässigkeit in der Wirksamkeit des Wortes.
• Jeremia 33,6–9 – Wiederherstellung, Friede und Fruchtbarkeit des Landes als Zeichen der erneuerten Beziehung zu Gott. Hier wird das Land als Ort der humorvollen Güte Gottes gesehen, der sein Volk neu segnet.
• 5. Mose 30,9 – Der Herr wird dir wieder Freude an deinem Herzen geben und dein Land fruchtbar machen, wenn du dich dem Bund zuwendest. Diese Verheißung verstärkt die Verbindung von Gehorsam, Gottesfurcht und materiellem Wohlstand.
Theologische Linien und praktische Anwendung
Der Vers erinnert daran, dass Gottes Segen nicht abstrakt bleibt, sondern in konkreten Lebenszusammenhängen sichtbar wird: Ernte, Sicherheit, Gedeihen der Gemeinschaft. Die Bitte um Gutes und Gewächs fordert eine Heiligung des Alltags: Treue, Gerechtigkeit und Dankbarkeit formen die Beziehung zu Gott neu. In der Praxis bedeutet dies, Gottes Güte zu erwarten und gleichzeitig verantwortungsvoll mit den Gaben umzugehen, die er schenkt.
Gedanken zur Auslegung (Verknüpfte Stimmen)
Matthew Henry betont die Verbindung von Gottes Gnade und der Frucht des Landes als Zeichen des Friedens (zusammengefasst: Gottes Güte öffnet Wege zu Ernte und Wohlstand). Albert Barnes hebt hervor, dass Gottes Wohlgefallen in der Gemeinschaft die Grundlage für jeglichen Segen ist. Adam Clarke erinnert daran, dass göttliche Fruchtbarkeit immer in einer göttlich geordneten Ordnung der Gerechtigkeit und des Gesetzes steht.Zusammen zeigen sie, dass die Bitte nach Gottes Güte und dem Gewächs des Landes eine Bitte um erneuerten Bund, heilige Lebensführung und bleibende Gemeinschaft mit dem Herrn umfasst.
Praktische Reflexion
Wie erlebst du Gottes Güte in deiner Lebenswelt? Wo sind Fruchtbarkeit und Sicherheit in deinem Umfeld zu spüren? Wenn du um Gottes Wohlgefallen bittest, denke daran, dass wahre Frucht oft mit einem erneuten Fokus auf Gerechtigkeit, Nächstenliebe und Dankbarkeit verbunden ist.
Zusammenfassung
Psalm 85,12 fasst die Hoffnung auf eine erneuerte Gottesbeziehung zusammen, die sich in sichtbarer Frucht ausdrückt. Die Bitte um Güte und um das Gewächs des Landes weist darauf hin, dass Lebensqualität und Gemeinschaftsleben eng mit Gottes Gegenwart verbunden sind. Die biblische Perspektive verbindet Güte, Friede und Fruchtbarkeit zu einem Ganzen, das aus der Treue Gottes fließt.