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Hohelied 8:11 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Salomo hat einen Weinberg zu Baal-Hamon. Er gab den Weinberg den Hütern, daß ein jeglicher für seine Früchte brächte tausend Silberlinge.
Hohelied 8:11 Vers-für-Vers-Kommentar
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Hohelied 8:11 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Jesaja 7:23 (LUTH1912) »
Denn es wird jetzt zu der Zeit geschehen, daß wo jetzt tausend Weinstöcke stehen, tausend Silberlinge wert, da werden Dornen und Hecken sein,

Genesis 20:16 (LUTH1912) »
Und sprach zu Sara: Siehe da, ich habe deinem Bruder tausend Silberlinge gegeben; siehe, das soll dir eine Decke der Augen sein vor allen, die bei dir sind, und allenthalben. Und damit war ihr Recht verschafft.

Hohelied 8,11 – Setting, Bedeutung und Anwendung
Text der LUTH1912-Übersetzung (Hosannas des Liedes der Liebe): „Salomo hat einen Weinberg zu Baal-Hamon. Er gab den Weinberg den Hütern, daß ein jeglicher für seine Früchte brächte tausend Silberlinge.“
Im unmittelbaren Zusammenhang
Der Vers gehört zum Liebeslied, das die innige Gemeinschaft zwischen Braut und Bräutigam beschreibt und zugleich parabolisch die Liebe Israels zu Gott sowie menschliche Pflichten schildert. Die Zeile erinnert an historische und symbolische Bilder, in denen Königssinn und religiöse Heiligung ineinandergreifen. Der Weinberg ist ein uraltes biblisches Bild für Weinbergsfrucht und Verantwortlichkeit; hier allerdings wird er mit Baal-Hamon in Verbindung gebracht, einem Ort/Bezug, der geistliche Loyalität hinterfragt und zugleich Gottes Sorge um Frucht betont.
Was dieser Text über Gott oder den Glauben aussagt
Der Vers lenkt das Augenmerk auf Verantwortung und Vergeltung: Wer Gott treu ist, trägt Frucht. Die Angabe, dass der Weinberg von Salomo "den Hütern" überlassen wird, deutet darauf hin, dass göttliche Schenkung und königliche Autorität Verantwortung mit sich bringen. Gott schenkt Gnade und Begabung, erwartet aber auch Treue und fruchtbares Leben. Bail-Hamon als Ort für Götzenkult erinnert daran, wie leicht äußerer Reichtum oder politische Macht in Versuchung von Gott ablenken kann; dennoch bleibt Gottes Regelmäßigkeit und Gerechtigkeit präsent: Frucht für jeden gemäß seiner Mühen (tausend Silberlinge pro Frucht).
Wichtige Begriffe und Bilder erklärt
Verwandte Bibelstellen (Kurzverweise und Verbindung)
• Jesaja 5,1–2 – Der Weinberg als Gottes Eigentum, Frucht und Strafe bei Untreue; verdeutlicht das biblische Motiv von Fruchtbarkeit und Verantwortlichkeit. Eine Parallele zur Warnung vor Abwendung von Gott.
• Jeremia 12,10–11 – Zerstörung von Schutz und Ernte durch Untreue; zeigt, wie Gottes Geduld endet, wenn Fruchtbarkeit missachtet wird.
• Hosea 9,10 – Fruchtmesser-Geschichte von Frucht und Gunst Gottes; verdeutlicht, wie Fruchtbarkeit als Gottes Gabe missverstanden oder missbraucht werden kann.
Gegenwartsbezogene Anwendung
Wie der Weinberg im Bild: Gott schenkt Begabungen, Ressourcen und Beziehungen. Die Frage lautet: Woran erkenne ich Treue? Wie setze ich meine Gaben loyal zu Gott ein, damit Frucht für andere entsteht? In der Praxis bedeutet dies verantwortungsvollen Umgang mit Zeit, Fähigkeiten und Finanzen, freilich ohne Götze der Selbstsicherheit oder des materiellen Reichtums. Die Zeile ermahnt, Frucht nicht als Selbstzweck zu erlangen, sondern als Ausdruck einer lebendigen Beziehung zu Gott, der uns die Mittel gibt und Schuld bei Untreue anmahnt.
Zusammenfassung und synthese
Der Vers richtet das Augenmerk auf Verantwortlichkeit in Gottesdienst und Alltag. Er zeigt, dass Gott Gaben schenkt und Frucht erwartet, selbst wenn kulturelle Versprechungen (wie Baal-Kult) locken. Die „Hüter“ erinnern daran, dass treue Führung und Arbeit in Gottes Reich notwendig sind, damit Frucht entsteht. Die passende Haltung ist Vertrauen auf Gottes Gnade, gepaart mit sorgfältiger Nutzung der erhaltenen Gaben – zum Wohl des Ganzen, zur Ehre Gottes und zur Freude der Liebenden, die das Lied als Bild einer treuen Beziehung lesen.
Historische Quellentexte als kurze Hinweis: Worte von Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke dienen hier zur Orientierung; direkte Zitate werden nur knapp genutzt, sofern vorhanden.
Bezüge zu Henry, Barnes und Clarke (in knappen Kernpunkten):