Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiHohelied 3:1 Kommentar zum Bibelvers
Hohelied 3:1 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Des Nachts auf meinem Lager suchte ich, den meine Seele liebt. Ich suchte; aber ich fand ihn nicht.
Hohelied 3:1 Vers-für-Vers-Kommentar
*** Dieser Kommentar enthält Inhalte aus klassischen gemeinfreien Quellen. Teile des Materials wurden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, zusammengefasst oder übersetzt. Bitte vergleiche jede Erklärung mit dem vollständigen Bibeltext und seinem Zusammenhang. Wenn du einen Fehler oder eine verbesserungsbedürftige Übersetzung findest, teile es uns bitte mit.
Hohelied 3:1 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

1 Petrus 1:8 (LUTH1912) »
welchen ihr nicht gesehen und doch liebhabt und nun an ihn glaubet, wie wohl ihr ihn nicht sehet, und werdet euch freuen mit herrlicher und unaussprechlicher Freude

Hohelied 1:7 (LUTH1912) »
Sage mir an, du, den meine Seele liebt, wo du weidest, wo du ruhest im Mittage, daß ich nicht hin und her gehen müsse bei den Herden deiner Gesellen.

Hohelied 5:6 (LUTH1912) »
Und da ich meinem Freund aufgetan hatte, war er weg und hingegangen. Meine Seele war außer sich, als er redete. Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht; ich rief, aber er antwortete mir nicht.
Hohelied 3,1 (LUTH1912): Des Nachts auf meinem Lager suchte ich, den meine Seele liebt. Ich suchte; aber ich fand ihn nicht.
Umgebende Situation des Verses
Der Vers gehört zum Liebesdialog des Buches Hohes Lied. Hier ist die Braut in der Nacht auf der Suche nach dem Geliebten, der ihr vertraut ist. Die nächtliche Suche betont Dringlichkeit, Sehnsucht und innere Bestimmung. Es ist kein räuberischer Suchakt, sondern eine intime Bitte um Wiedervereinigung nach einer Trennung oder Distanz. Die Szene entfaltet sich in einer bildhaften Sprache, die von Liebe, Nachtschwere und dem brennenden Verlangen spricht, den Geliebten zu finden.
Was dieser Vers über Gott oder den Glauben aussagt
Der Abschnitt deutet nicht auf einen externen, prüfenden Gott, sondern auf Gottes bindende Liebe zum Volk Israel bzw. zur Braut. Die Nacht steht hier symbolisch für eine Periode der Trennung, Prüfung oder Unsicherheit. Gleichzeitig bleibt die Erwartungssicht der Liebe bestehen: Wer vertraut, sucht weiter; Gott bleibt als Quelle der Treue und des Wiederfindens präsent, auch wenn menschliche Sichtbarkeit in der Stunde der Nacht fehlt. Die Sehnsucht der Braut erinnert daran, dass Gottes Gegenwart oft in Zeiten der inneren Dunkelheit gesucht und nicht sofort greifbar ist.
Wichtige Worte und Bilder erklärt
Verbindung zu verwandten Stellen
1) Hohelied 2,8–14: Die Erzählerin ermutigt, die Liebhaberbeziehung trotz Distanz neu zu entdecken – eine Dynamik von Sehnsucht, Erwartung und Wiederbegegnung.
2) Ps 42,1–2: Die Sehnsucht der Seele nach Gott wird mit Herz und Kehle ausgedrückt; eine Parallele zur intensiven Bitte der Braut nach dem Geliebten.
3) Jes 26,19–21: Die Hoffnung auf Wiederbelebung und das Aufflammen der Gegenwart Gottes trotz Nachtzeiten der Prüfung.
Anwendung für heute
Auch in Zeiten der persönlichen oder spirituellen Nacht dürfen wir an die Treue Gottes denken. Die Braut lehrt uns, in der Sehnsucht nicht zu verzagen, sondern beharrlich zu suchen – nach Gottes Gegenwart, nach Wärme der Gemeinschaft mit Christus und nach der Erneuerung der Herzen. Die Erfahrung von Verzug oder Abwesenheit kann zu tieferer Hingabe führen, wenn wir in dieser Zeit der Dunkelheit die Nähe Gottes neu erfassen.
Zusammenfassung
Hohelied 3,1 zeigt eine intime Nacht-Szene der Suche nach dem Geliebten. Es betont Sehnsucht, Treue und Erwartung. Die Passage erinnert daran, dass Begegnung mit Gott oft in Phasen der inneren Dunkelheit erlebt wird, durch beharrliches Suchen und Vertrauen. Der Text wird durch Gedanken aus Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke ergänzt: Die Liebe bleibt beständig, trotz vorübergehender Abwesenheit; Gottes Nähe wird in der Tiefe des Herzens gefunden, nicht unbedingt in sofort greifbarer Gegenwart.
Hinweis zu wörtlichen Zitaten: Falls wörtliche Passagen der Kommentatoren erscheinen, werden sie hier gekennzeichnet. Im vorliegenden Text wurden keine direkten Zitate der genannten Kommentatoren eingefügt.