Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiHohelied 5:6 Kommentar zum Bibelvers
Hohelied 5:6 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Und da ich meinem Freund aufgetan hatte, war er weg und hingegangen. Meine Seele war außer sich, als er redete. Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht; ich rief, aber er antwortete mir nicht.
Hohelied 5:6 Vers-für-Vers-Kommentar
*** Dieser Kommentar enthält Inhalte aus klassischen gemeinfreien Quellen. Teile des Materials wurden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, zusammengefasst oder übersetzt. Bitte vergleiche jede Erklärung mit dem vollständigen Bibeltext und seinem Zusammenhang. Wenn du einen Fehler oder eine verbesserungsbedürftige Übersetzung findest, teile es uns bitte mit.
Hohelied 5:6 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Hohelied 5:2 (LUTH1912) »
Ich schlafe, aber mein Herz wacht. Da ist die Stimme meines Freundes, der anklopft: Tue mir auf, liebe Freundin, meine Schwester, meine Taube, meine Fromme! denn mein Haupt ist voll Tau und meine Locken voll Nachttropfen.

Genesis 42:28 (LUTH1912) »
und sprach zu seinen Brüdern: Mein Geld ist mir wieder geworden; siehe, in meinem Sack ist es. Da entfiel ihnen ihr Herz, und sie erschraken untereinander und sprachen: Warum hat uns Gott das getan?

1 Samuel 28:6 (LUTH1912) »
Und er ratfragte den HERRN; aber der HERR antwortete ihm nicht, weder durch Träume noch durchs Licht noch durch Propheten.
Hohelied 5:6 (LUTH1912): Vers direktes Verstehen
Der Vers beschreibt eine tiefe seelische Verwirrung und Suchbewegung der Braut, nachdem sie ihren Geliebten vermisst. In knappen Worten wird das Innenleben sichtbar: Sehnsucht, Verzweiflung, und der Moment der Zurückweisung, der die Suche zu einer ruhelosen, oft nächtlichen Nacht macht.
Hintergrund und Einordnung
Hohelied, auch Das Buch der Liebe, schildert eine leidenschaftliche Liebesbeziehung zwischen Braut und Bräutigam. Hier befindet sich die Braut in einer Beziehungskrise: Der Geliebte ist verschwunden, und ihr inneres Erleben wird deutlich: «Meine Seele war außer sich» – eine intensives Gefühl der Fassungslosigkeit. Die Szene entfaltet sich in der spätangehenden Nacht und spiegelt die Hochs und Tiefs der Liebe wider, die sowohl Freude als auch Schmerz kennt.
Interpretative Hinweise
- Die Stimme der Braut spricht von subjektiver Krisenhaftigkeit: Der Geliebte fehlt, und die Suche wird zur Prüfung der Liebe und Beharrlichkeit.
- Die wiederholten Formulierungen «suche ihn» und «rief, aber er antwortete mir nicht» betonen die Dynamik von Sehnsucht und unerfüllter Erwartung. Die Stille des Geliebten kann als Prüfung der Treue, aber auch als Ausdruck menschlicher Schwäche gedeutet werden.
- In alttestamentlicher Poetik wird Liebe oft als Weg der Hingabe verstanden: Das Vermissen kann zugleich eine Einladung zur inneren Umkehr oder Vertiefung der Beziehung sein.
Verknüpfte Einsichten aus älteren Kommentaren
Aus Matthew Henry (auszugsweise): Die Braut fühlt den Verlust als persönliche Prüfung ihrer Zuverlässigkeit und Natur; ihre Suche zeigt zugleich ihr Vertrauen, dass der Geliebte wiederkehrt. Barnes und Clarke ergänzen, dass hier nicht reine Verzweiflung, sondern ein lebendiger, intensiver Liebesdialog sichtbar wird, der das Gefühl in eine andächtige Verankerung bei Gott lenken kann. Adam Clarke betont, dass die Nachtstille die menschliche Schwäche vor Gott enthüllt, während die Hoffnung auf die Rückkehr des Geliebten bestehen bleibt.
Kurze thematische Übersicht
Bezugliche Verbindungen
- Hohelied 3:1–2: Die Braut sucht im Dunkel und hofft auf den Morgen; ähnliche Spannung zwischen Suche und Erwartung.
- Psalm 42:11: Die Verheißung, dass Hoffnung in Gott neue Kraft gibt, wenn die Seele zerschlagen ist – eine Orientierung jenseits der unmittelbaren Abwesenheit.
- Lukas 15:8–9 (Parallele der Suche): Wer sucht, findet; die Freude über das Auffinden wird über die beständige Sehnsucht gestellt.
Praktischer Schlussweg
Für heute bedeutet der Vers: In Zeiten der Sehnsucht darf man die Tiefe der Gefühle anerkennen, ohne sich davon gefangen zu verlieren. Bleibe treu in der Hoffnung und wende dich in der Periode der Stille an Gott, der die Liebenden wieder zusammenführen kann. Die Erfahrung von Abwesenheit kann zur Verfeinerung der Beziehung und zum Vertrauen in Gottes Zeitplan beitragen.
Quellenhinweis zu klassischen Stimmen: Der Text zitiert in knappen Andeutungen Aussagen, die Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke den Kern der Szene in Hohelied 5:6 zuweisen; wörtliche längere Zitate wurden hier inhaltlich zusammengeführt, um einen fließenden Kommentar zu ermöglichen.