Old Testament
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Hohelied 5:2 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Ich schlafe, aber mein Herz wacht. Da ist die Stimme meines Freundes, der anklopft: Tue mir auf, liebe Freundin, meine Schwester, meine Taube, meine Fromme! denn mein Haupt ist voll Tau und meine Locken voll Nachttropfen.
Hohelied 5:2 Vers-für-Vers-Kommentar
*** Dieser Kommentar enthält Inhalte aus klassischen gemeinfreien Quellen. Teile des Materials wurden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, zusammengefasst oder übersetzt. Bitte vergleiche jede Erklärung mit dem vollständigen Bibeltext und seinem Zusammenhang. Wenn du einen Fehler oder eine verbesserungsbedürftige Übersetzung findest, teile es uns bitte mit.
Hohelied 5:2 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Hohelied 2:14 (LUTH1912) »
Meine Taube in den Felsklüften, in den Steinritzen, zeige mir deine Gestalt, laß mich hören deine Stimme; denn die Stimme ist süß, und deine Gestalt ist lieblich.

Offenbarung 3:20 (LUTH1912) »
Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.

Hohelied 6:9 (LUTH1912) »
Aber eine ist meine Taube, meine Fromme, eine ist ihrer Mutter die Liebste und die Auserwählte ihrer Mutter. Da sie die Töchter sahen, priesen sie dieselbe selig; die Königinnen und Kebsweiber lobten sie.
Hohelied 5:2 (LUTH1912) – Sinnansicht und Bedeutung
Direkte Bedeutung: Der Text gibt die innere Spannung einer Nachtwache wieder. Die Braut fühlt sich sicher schlafend, doch in ihr Herz ist Wachsamkeit gegen das stille Klopfen des Geliebten. Die Bitte richtet sich an die Geliebte als „liebe Freundin, meine Schwester, meine Taube, meine Fromme!“, worin Gegenseitigkeit, Intimität und Vertrautheit der Beziehung sichtbar werden. Gleichzeitig wird das Bedürfnis nach Zuwendung und Ruhe durch den Klopfer-Anspruch nach Öffnung deutlich. Die Zeilen verbinden Ruhe und Unruhe, Vertrauen und Erwartung.
Hintergrund und Kontext
Der heilige Text des Hohelieds spricht von einer Liebesaffäre zwischen Braut und Bräutigam in poetischer Bildsprache. Kapitel 5 schildert eine Nacht, in der die Braut erwacht, aber auch von einer Störung durch den Klopfer unterbrochen wird. Die Bezeichnungen „meine Schwester“ und „meine Taube“ drücken eine tiefe Vertrautheit aus, wie sie in ehelicher Beziehung gefunden wird. Die Verse stehen zwischen Liebesjubel, Sehnsucht und dem tematischen Motiv von Öffnung versus Verschlossenheit.
Interpretative Beobachtungen
Kurze thematische Orientierung
Bezug zu anderen Stellen (Cross-References)
- Jeremia 31:3: Von der beständigen Liebe Gottes zu seinem Volk; Parallele zur beständigen Treue, die auch in menschlicher Liebe zu finden ist. - Psalm 57:8: Wachsamkeit des Herzens inmitten einer stillen Nacht; eine stille Bitte um Gottes Gegenwart in Zeiten der Nacht. - Johannes 14:23: Die Bereitschaft Jesu, in der Gemeinschaft mit seinen Nachfolgern zu bleiben; analog zur Bereitschaft der Geliebten, sich dem Anklopfen zu öffnen.
Verknüpfte Stimmen aus klassischen Kommentaren (Auszüge, frei zitiert)
Nach dem Muster der klassischen Commentartradition finden sich in den Arbeiten von Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke wiederkehrende Hinweise zur tiefen Verbindung von Liebe und Vertrauen. Henry betont oft die Treue und Wärme der ehelichen Liebe; Barnes hebt das innere Bewahren des Herzens hervor; Clarke verweist auf die bildhafte Sprache als Ausdruck tiefer Zuneigung und Sehnsucht. Die vorliegende Passage wird durch diese Stimmen eher als poetische Darstellung einer intimen Beziehung verstanden, die in einer Nacht der Ruhe nicht den Sinn verliert, sondern wachsam bleibt. (Hinweis: In dieser Ausgabe werden passende, kurze Ausschnitte aus Henry, Barnes oder Clarke nur dann wörtlich genannt, wenn sie direkt zitiert werden können.)
Praktische Schlussbetrachtung
Die Versrichtung erinnert daran, dass Liebe eine Balance von Vertrauen, Wärme und Offenheit ist. In belasteten Zeiten darf man innehalten, doch der Klopfer des Geliebten fordert Bereitschaft zur Öffnung – ein Zeichen dafür, dass Nähe erst durch Zuwendung und Reaktion entsteht. Für Leser heute bedeutet dies: Pflege der offenen Kommunikation in Beziehungen, auch wenn Ruhe herrscht; halte die Bereitschaft, dem Geliebten entgegenzukommen, und schaffe so Raum für echte Gemeinschaft.