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Hohelied 5:10 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Mein Freund ist weiß und rot, auserkoren unter vielen Tausenden.
Hohelied 5:10 Vers-für-Vers-Kommentar
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Hohelied 5:10 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Psalm 45:2 (LUTH1912) »
Du bist der Schönste unter den Menschenkindern, holdselig sind deine Lippen; darum segnet dich Gott ewiglich.

Philipper 2:9 (LUTH1912) »
Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist,

Psalm 45:17 (LUTH1912) »
Ich will deines Namens gedenken von Kind zu Kindeskind; darum werden dir danken die Völker immer und ewiglich.
Hohelied 5,10 im LUTH1912: Der glänzende Liebesruf und seine Bedeutung
Der Vers Hohelied 5,10 beschreibt den Freund als „weiß und rot, auserkoren unter vielen Tausenden“. Auf den ersten Blick erscheint dies als ein ästhetisches Bild der Schönheit. Tiefere Einsicht aber erkennt die Betonung von Reinheit (weiß), Leidenschaft und Einzigartigkeit (rot), sowie die besondere Zuweisung des Geliebten innerhalb einer großen Menge. Die Figur des Bräutigams wird hier nicht lediglich als schön beschrieben, sondern als außergewöhnlich und ausersehen – ein Zeichen intensiver Beziehung und besonderer Gabe Gottes an Israel bzw. an das Brautpaar im Lied.
Literarischer Kontext
Das Hohelied ist eine poetische Sammlung von Dialogen und Augenblicksbildern zwischen dem Liebespaar. Der Vers gehört zur Darstellung der Liebestracht und der Bestätigung der geliebten Person in einem Umfeld prüfender Augen. Das Bild „weiß und rot“ ruft Kontraste hervor: Reinheit und Leidenschaft, Unschuld und Wärme. Die Form des Liedes konzentriert sich darauf, wie die Geliebte und der Geliebte einander wahrnehmen und preisen, oft mit bewusst intensiven Farben, die Emotion und Wertigkeit markieren.
Theologische Bedeutung
Über die ästhetische Ebene hinaus signalisiert der Ausdruck auserkoren unter vielen Tausenden eine theologische Dimension: Gottes besondere Zuwendung und Würdigung einer Dienerschaft oder Gemeinschaft. In der biblischen Theologie steht die Hochachtung der Geliebten oft in Beziehung zu Gottes Treue und Einmaligkeit – wie das auserwählte Volk oder die Gemeinde als Braut Christi. Der Vers erinnert daran, dass wahre Liebe in einer einzigartigen, von Gott geleiteten Ordnung besteht.
Bezüge zu anderen Schriftstellen
Verbindungen dieser Art helfen, die Worte des Hohelieds als eine Überschuss an Liebes- und Gottesbeziehung zu verstehen, nicht als bloße Sinnlichkeit.
Verwandte Kommentareiten (kurze, nutzbare Einsichten)
Matthew Henry betont, dass solche Beschreibungen die Herrlichkeit des Geliebten hervorheben und zugleich die unaussprechliche Schönheit der Liebe schildern. Albert Barnes hebt hervor, dass die Farben Weiß und Rot Reinheit und Leidenschaft symbolisieren und in der Heilige Schrift oft für Liebe mit Rechtschaffenheit stehen. Adam Clarke verweist darauf, dass dies die außergewöhnliche Zustimmung und Privilegierung des Geliebten durch die Geliebte bedeutet, ein Zeichen höchster Zuneigung.
Fragen zur Reflexion
Zusammenfassende Deutung
Der Vers feiert nicht bloß äußere Schönheiten, sondern die tiefe, von Gott bestätigte Zuwendung zwischen Liebenden. Die Beschreibung als „weiß und rot“ verbindet Unschuld mit leidenschaftlicher Gemeinschaft und unterstreicht die Einzigartigkeit des Geliebten in einer weiten Liebesordnung. Die Botschaft reicht über die romantische Ebene hinaus: Sie erinnert daran, dass wahre Zuwendung in der Treue Gottes und in der besonderen Berufung liegt, die Er seinen Menschen zuteilwerden lässt.
Beachtete kurze Zitate aus älteren Kommentaren (falls vorhanden):
„Der Geliebte wird als auserwählt und besonders hoch geachtet beschrieben, damit die Liebe nicht bloß als flüchtige Leidenschaft, sondern als ehrfurchtsvolle Bindung gesehen wird.“