Old Testament
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Hohelied 5:15 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Seine Beine sind wie Marmelsäulen, gegründet auf goldenen Füßen. Seine Gestalt ist wie Libanon, auserwählt wie Zedern.
Hohelied 5:15 Vers-für-Vers-Kommentar
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Hohelied 5:15 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

1 Könige 4:33 (LUTH1912) »
5:13 Und er redete von Bäumen, von der Zeder an auf dem Libanon bis an Isop, der aus der Wand wächst. Auch redete er von Vieh, von Vögeln, von Gewürm und von Fischen.

Exodus 26:19 (LUTH1912) »
Die sollen vierzig silberne Füße unten haben, je zwei Füße unter einem jeglichen Brett an seinen zwei Zapfen.

Richter 13:6 (LUTH1912) »
Da kam das Weib und sagte es ihrem Mann an und sprach: Es kam ein Mann Gottes zu mir, und seine Gestalt war anzusehen wie ein Engel Gottes, gar erschrecklich, daß ich ihn nicht fragte, woher oder wohin; und er sagte mir nicht, wie er hieße.
Hohelied 5:15 (LUTH1912)
Nach dem Vorabend des Gelübdes, in dem die Braut von der berauschenden Schönheit und der beständigen Treue ihres Geliebten singt, beschreibt der Vers 15 die Majestät seiner Erscheinung. Die Braut hebt die Vorzüge des Geliebten hervor, der in seiner ganzen Würde wie eine Säule aus Marmoren besteht, auf goldenen Füßen getragen wird und eine westliche, reizvolle Landschaft Libanon darstellt – als Symbol der Erhabenheit, Reinheit und Stärke.
Was der Text über Gott bzw. den Glauben offenbart
Der Vers schildert nicht Gott direkt, aber er zeigt eine Sicht auf den Geliebten als idealisierten Christus-Typus: unverwechselbare Herrlichkeit, standhafte Struktur und kostbare Würde. Die Bilder betonen Beständigkeit (Marmorsäulen), Glanz und Festigkeit (goldene Füße) sowie die erhabene Schönheit seiner Herkunft (Libanon, Zedern). In der allegorischen Auslegung bedeutet dies, dass göttliche Liebe und Gegenwart als majestätisch, fest verankert und kostbar erlebt werden. Die Heiligkeit des Geliebten steht im Vordergrund, der als Zentrum der Schönheit und des Schutzes fungiert.
Wichtige Wörter und Bilder erklärt
Verwandte Bibelstellen (Bezugspunkte)
– Psalm 72:11; Der Königreichumfang wird in Schrecken und Heiligkeit gepriesen; die Könige fallen vor ihm nieder. Eine ähnliche Darstellung königlicher Herrlichkeit und Schutz.
– Jesaja 2:13–14; Die Zedern Libanons als Symbol der Pracht der Welt. Veranschaulicht, wie die Schöpfung Gottes in seiner Gegenwart ihren richtigen Ort findet.
– Offenbarung 19:11–16; Der Geist der Königswort durch den Himmel – das ewige Königreich in Pracht.
Hinweis: Die genannten Verweise illustrieren, wie königliche Herrlichkeit, Beständigkeit und göttlicher Glanz in der Heiligen Schrift immer wieder auftreten, auch wenn der Hoheliedtext ganz die intime Liebe und das Vertrauen betrachtet.
Gegenwartsbezogene Anwendung
Für den Leser heute bedeutet dieser Vers, dass wahre Bewunderung und Nähe zu Gott in der Erkenntnis der Stabilität seiner Verheißungen wurzelt. Wie die Marmorsäulen und Zedern aus der biblischen Bildsprache, so dürfen auch unsere Treue, unsere Sehnsucht nach Gottes Nähe und unsere Würde in Christus fest verankert sein. Die Botschaft fordert dazu auf, Gottes Majestät nicht nur zu ehren, sondern in menschlicher Erfahrung spürbar zu machen: durch Standhaftigkeit im Glauben, durch kostbare Freude an seiner Gegenwart und durch Vertrauen darauf, dass Gott uns in seiner herrlichen Gegenwart schützt und stärkt.
Quellenhinweis zu klassischen Auslegungen (Public Domain): Matthew Henry, Albert Barnes, Adam Clarke. Im Text anklingende Bilder finden sich in den Kommentaren dieser Kommentatoren, insbesondere in der Darstellung göttlicher Majestät, Festigkeit und Kostbarkeit. Die kurze Synthese bezieht sich auf deren allgemein verbreitete Sichtweise, ohne deren Wortlaut wörtlich zu zitieren, außer wo ausdrücklich markiert.