Hohelied 5:14 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers

Seine Hände sind wie goldene Ringe, voll Türkise. Sein Leib ist wie reines Elfenbein, mit Saphiren geschmückt.

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Hohelied 5:14 Vers-für-Vers-Kommentar

Hohelied Salomos 5,14 – Kontext und Kernbedeutung (LUTH1912)

In Hohelied 5 schildert die Braut Christus oder die geliebte Braut, wie ihr Bräutigam erscheint. Der Vers 5,14 beschreibt seine äußere Pracht: Hände wie goldene Ringe, voll Türkisen; der Leib wie reines Elfenbein, mit Saphiren geschmückt. Diese poetische Bildsprache betont Reinheit, Kostbarkeit, Standhaftigkeit und Interesse am Detail — Eigenschaften, die das Geläutere und die Würde des Geliebten hervorheben. Die Beschreibungen zielen darauf ab, nicht eine bloße Gold- oder Edelstein-Betrachtung, sondern eine tiefe Wertschätzung der Harmonie und Vollkommenheit der geliebten Person zu vermitteln, wie sie in der ehelichen Nähe erfahrbar wird.

Zentrale Deutung

Der Vers ruft zum Verständnis der Sehnsucht nach vollkommener Gemeinschaft auf. Die Bildsprache überlässt wenig Raum für irdische Vergänglichkeit: Gold, Türkis, Elfenbein und Saphire stehen für ewigen Glanz, Reinheit und Kostbarkeit. Es geht um die Schönheit, die zugleich Würde und Treue ausdrückt; eine Schönheit, die den Geliebten nicht oberflächlich, sondern ganzheitlich charakterisiert – in Händen (Wirksamkeit, Handlung), im Leib (Ganzheit des Wesens) und im Auftreten (äußere Selbstbeherrschung und Glanz).

Zwei bis drei zentrale Themen

  • Wertschätzung der Güte und Reinheit: Die Beschreibung des Leibes als Elfenbein und der Ringhände als Gold betont unauslöschliche Reinheit und unverwechselbare Güte, Eigenschaften, die in einer liebevollen Gemeinschaft geschätzt werden.
  • Kostbarkeit und Bestechlichkeit der Liebesbeziehung: Die schmückende Bildersprache deutet darauf hin, dass wahre Liebe kostbar und unverwechselbar ist; sie wird nicht flüchtig, sondern nachhaltig gewürdigt.
  • Ganzheitlicher Mensch: Die drei Bildbereiche – Hände, Leib, Erscheinung – erinnern daran, dass Liebe den ganzen Menschen anrührt: Wirksamkeit, Wesenskern und äußere Erscheinung sind vereint.

Verwandte Passagen und Querverbindungen

• Hohelied 1,8–10: Die Braut beschreibt die Geliebte, deren Schönheit typisch und unverwechselbar ist; die Liebe wird als erkennbare Erscheinung in der Gemeinschaft sichtbar. Diese Stelle ergänzt das Muster der Darstellung durch kostbare Bilder.

• Jesaja 60,9: Glanz und Herrlichkeit kommen aus dem Herrn, der sein Volk schmückt; die Vorstellung von kostbarer, strahlender Gemeinschaft findet sich hier auf eine größere, redende Weise wieder.

• 1. Korinther 13,4–7: Die Bilder von Geduld, Güte und Echtheit, die in einer Liebe sichtbar werden, korrespondieren mit dem Anspruch, Liebe sei mehr als äußere Zierde; sie müsse durch Treue und Reinheit bestehen.

Praktische Wirkung

Für heute erinnert der Vers daran, Schönheit und Würde in der Beziehung zu achten: nicht nur als romantische Vorstellung, sondern als Wert, der in Alltagssorge, Treue und gegenseitigem Respekt sichtbar wird. Die Liebesbeziehung soll Reinheit, Beständigkeit und besondere Aufmerksamkeit für den anderen verkörpern.

Abschlusszusammenfassung

Der Vers feiert die kostbare, völlig geordnete Schönheit des Geliebten. Die goldenen Händer, der elfenbeinfarbene Leib und die mit Saphiren geschmückte Erscheinung malen eine Vision der Ganzheitlichkeit und der unvergänglichen Würde der Liebe. In dieser Poesie wird Liebe als kostbar, rein und beständig gezeugt – eine Einladung, Liebe so zu pflegen, dass sie in allen Facetten des Lebens leuchtet.

Historische Bezüge (aus Kommentaren)

Nach historischen Gelehrten wie Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke wird das Bild oft als symbolische Darstellung der Geliebten, der göttlichen Weisheit oder der göttlichen Herrlichkeit der Liebe gedeutet. Ihre Stimmen betonen, dass die Pracht nicht Selbstzweck ist, sondern eine Darstellung der Wertschätzung für die Treue und Reinheit der Liebe.

Kurze Querverweise

Siehe Hinweise in Hohelied 1,8–10; Jesaja 60,9; 1. Korinther 13,4–7. Diese Verknüpfungen zeigen, wie Schönheit, Würde und beständige Liebe in der Schrift wiederkehrend verknüpft werden.

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Hohelied 5:14 Querverweise und verwandte Bibelstellen

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