Old Testament
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Hohelied 5:5 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Da stand ich auf, daß ich meinem Freund auftäte; meine Hände troffen von Myrrhe und meine Finger von fließender Myrrhe an dem Riegel am Schloß.
Hohelied 5:5 Vers-für-Vers-Kommentar
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Hohelied 5:5 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Hohelied 5:13 (LUTH1912) »
Seine Backen sind wie Würzgärtlein, da Balsamkräuter wachsen. Seine Lippen sind wie Rosen, die von fließender Myrrhe triefen.

Hohelied 5:2 (LUTH1912) »
Ich schlafe, aber mein Herz wacht. Da ist die Stimme meines Freundes, der anklopft: Tue mir auf, liebe Freundin, meine Schwester, meine Taube, meine Fromme! denn mein Haupt ist voll Tau und meine Locken voll Nachttropfen.

Hohelied 3:6 (LUTH1912) »
Wer ist die, die heraufgeht aus der Wüste wie ein gerader Rauch, wie ein Geräuch von Myrrhe, Weihrauch und allerlei Gewürzstaub des Krämers?
Hohelied 5,5 – Warum dieses Versmaß heute relevant ist
Der Vers Hohelied 5,5 schildert eine momentane Wendung in derosen Beziehung: Die geliebte Braut erhebt sich, um ihren Freund zu suchen, und ihre Hände sind von Myrrhe getränkt, ihre Finger von fließender Myrrhe am Riegel des Schlosses. In der LUTH1912-Übersetzung klingt dies wie ein Bild innerer Bewegung, sinnlicher Aufmerksamkeit und zugleich einer Spur von Sehnsucht, die nicht sofort befriedigt wird. Der Vers macht deutlich, dass Liebe nicht nur im Wort, sondern in spürbaren, sinnlichen Zeichen lebendig wird. Er öffnet damit die Tiefe der Partnerschaft: Nähe, Verlangen und zugleich Hinhören auf den richtigen Moment des Auftretens und der Begegnung.
Originaler Kontext
Im Buch Hohelied wird die Liebesbeziehung zwischen dem Brautpaar in einer Reihe von Dialogen und poetischen Bildern dargestellt. Kapitel 5 öffnet mit der allgemeinen Einladung der Braut, der König möge zu ihr kommen; doch als der König vor der Tür verweilt, verweigert sie ihm zunächst den Zugang. Die folgende Passage beschreibt eine Szene der Verwirrung: Die Braut erhebt sich, um ihren Geliebten zu öffnen, ihre Hände sind mit Myrrhe bedeckt – Symbol ihrer Pflege, Wärme und Sinnlichkeit – während die Finger „von fließender Myrrhe“ zeugen von sinnlicher Aufmerksamkeit. Die Szene zeigt damit, dass Liebe aktiv, wachsam und doch verletzlich ist: Sie verlangt Zugang und Nähe, aber auch Geduld und Einsicht in den richtigen Zeitpunkt.
Hauptaussage
Der Vers betont zwei Seiten der Liebesbeziehung: die Bereitschaft zur Begegnung (aufstehen, den Freund auftätigen) und die sinnliche Zuwendung (Myrrhe als Duft und Öl). Die Myrrhe dient zum Einen als Symbol der Würde, zum Anderen als Zeichen der Vorbereitung und Pflege. Die Szene erinnert daran, dass echte Zuneigung sich in konkreten Zeichen der Fürsorge, Aufmerksamkeit und Bereitschaft zur Offenheit ausdrückt – auch wenn Hindernisse oder Verzögerungen auftreten.
Verwandte Themen und unterstützende Gedanken
– Nähe und Zugang: Die Vorstellung, dass der Geliebte vor der Tür wartet, verweist auf die Dynamik des Zu-sammen-Seins, in dem beide Seiten aufeinander zugehen müssen.
– Sinnlichkeit als Gelübde der Liebe: Myrrhe ist hier kein bloßes Duftsubstanzstück, sondern steht für Pflege, Würde und Fruchtbarkeit der Beziehung.
– Geduld in der Liebe: Die Szene fordert die Leser heraus, den richtigen Moment zu erkennen, wann Nähe möglich ist.
Cross-references (Kurzverbindungen)
Verständnis durch klassische Stimmen
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Passage von der Praxis der liebevollen Zuwendung handelt. Matthew Henry hebt hervor, dass Liebe sich in Tüchtigkeit und Bereitschaft ausdrückt, auch wenn Hindernisse da sind. Albert Barnes betont die reale, sinnlichen Aspekte der Liebe innerhalb einer treuen Verbindung. Adam Clarke weist darauf hin, dass Myrrhe als Symbol der Würde und Reinigung dient. In allen Etappen bleibt die Kernbotschaft: Liebe ist aktiv, achtet auf den richtigen Moment und schenkt ein ganzes Leben der Nähe.
Devotioneller Abschluss
Wie oft stehen auch wir vor Türen des Lebens – der Tür der Beziehung, der Tür der Gemeinschaft, der Tür der richtigen Zeit. Der Text ermutigt dazu, aufmerksam zu sein für den Moment des Zugangs, Bereitschaft zu zeigen und zugleich die Würde des Gegenübers zu ehren. Möge Liebe, die sich in konkreten Zeichen zeigt – in Pflege, Duft und Zuwendung – in uns reifen und zu einer treuen, geduldigen Gemeinschaft führen.