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Hohelied 6:9 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Aber eine ist meine Taube, meine Fromme, eine ist ihrer Mutter die Liebste und die Auserwählte ihrer Mutter. Da sie die Töchter sahen, priesen sie dieselbe selig; die Königinnen und Kebsweiber lobten sie.
Hohelied 6:9 Vers-für-Vers-Kommentar
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Hohelied 6:9 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Hohelied 5:2 (LUTH1912) »
Ich schlafe, aber mein Herz wacht. Da ist die Stimme meines Freundes, der anklopft: Tue mir auf, liebe Freundin, meine Schwester, meine Taube, meine Fromme! denn mein Haupt ist voll Tau und meine Locken voll Nachttropfen.

Hohelied 2:14 (LUTH1912) »
Meine Taube in den Felsklüften, in den Steinritzen, zeige mir deine Gestalt, laß mich hören deine Stimme; denn die Stimme ist süß, und deine Gestalt ist lieblich.

Offenbarung 21:9 (LUTH1912) »
Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen voll der letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir das Weib zeigen, die Braut des Lammes.
Hohelied Solomon 6,9 (LUTH1912): Kontext und Bedeutung
Der Vers gehört zum Lied der Lieder, einer Allegorie von Liebe, Hingabe und Treue zwischen Braut und Bräutigam. Kapitel 6 schildert erneut die bewunderte Schönheit der Braut und die Reaktionen ihrer Umgebung. Die präsentierte Zeile hebt eine besondere, einzigartige Brautfigur hervor: „Aber eine ist meine Taube, meine Fromme …“ In der hebräischen Bilderwelt betont die Formulierung Einmaligkeit, Reinheit und die Kostbarkeit der Geliebten vor der Gemeinschaft.
Zentrale Bedeutung
Der Satz bezeichnet die Braut als eine, herausragend und unverwechselbar in ihrer Treue. Sie wird als „Taube“ (Sanftmut und Reinheit) und „Fromme“ (Gottesfurcht, Hingabe) beschrieben – Eigenschaften, die sie in einer Weise auszeichnen, wie es die Töchter, Königinnen und Kebsweiber anerkennen. Die Worte betonen sowohl individuelle Zuwendung durch den Bräutigam als auch Öffnung in der Gemeinschaft, die ihre Wertschätzung bezeugt.
Zwei bis drei zentrale Themen
Bezüge zu verwandten Passagen
– Einfühlsame Liebes- und Treuebilder finden sich an anderen Stellen des Hohelieds, die die Reife der Liebe und die Ruhe des Vertrauens betonen. Die Idee der Treue und der Einzigartigkeit erinnert an Kapitel 2,16–17, wo die Zärtlichkeit zwischen Braut und Bräutigam betont wird. Weiterhin wird in Kapitel 4,1–4 die Reinheit und Schönheit der Braut als Geschenk beschrieben. Gröbere Parallelen zu Bildern von Gemeinschaftsbestätigung finden sich in Kapitel 5,9–16, wo äußere Bewertung der Braut thematisiert wird.
Praktische Anregung
Für den Leser bedeutet dieser Vers, dass echte Zuneigung sich in Treue, Sanftmut und Gottesfurcht zeigt. Wer in einer Beziehung ist, möge danach streben, dass die eigene Haltung von Reinheit und Hingabe geprägt ist, sodass die Gemeinschaft Zeuge einer ehrlichen, standhaften Liebe wird. Die Worte laden dazu ein, die Einzigartigkeit der eigenen Beziehung zu schätzen und zu schützen.
Kurze Schlussbetrachtung
Der Vers hebt die Braut als einzigartige, fromme und reine Partnerin hervor, deren Wert von der Gemeinschaft anerkannt wird. In der allegorischen Lesart des Hohelieds bleibt dies eine Einladung, Liebe als eine Treue zu Gott und zueinander zu verstehen, die im Alltag sichtbar wird.
Historisch-theologische Querverweise
– Matthew Henry: Die Worte betonen die Einzigartigkeit der Braut und ihre bewiesene Treue. „Eine ist meine Taube, meine Fromme“ deutet auf die innere Heiligkeit, die in der Liebe sichtbar wird.
– Albert Barnes: Die Beschreibung der Braut als fromm verweist auf das innere Verständnis Gottes und die eheliche Treue, die vor Augen der Gesellschaft steht.
– Adam Clarke: Reinheit und Sanftmut der Braut stehen im Zentrum, während die Gemeinschaft die Belohnung ihrer Haltung erkennt.
Beispiele aus der Kommentarliteratur betonen, dass die Liebe im Hohelied durch Treue, Zärtlichkeit und Gottesfurcht gekennzeichnet ist. Die Verse zeigen, wie individuelle Zuneigung in einem Bild von öffentlicher Wertschätzung ihren vollen Ausdruck findet.