Old Testament
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Hohelied 6:8 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Sechzig sind der Königinnen und achtzig der Kebsweiber, und der Jungfrauen ist keine Zahl.
Hohelied 6:8 Vers-für-Vers-Kommentar
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Hohelied 6:8 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Psalm 45:14 (LUTH1912) »
Man führt sie in gestickten Kleidern zum König; und ihre Gespielen, die Jungfrauen, die ihr nachgehen, führt man zu dir.

1 Könige 11:1 (LUTH1912) »
Aber der König Salomo liebte viel ausländische Weiber: Die Tochter Pharaos und moabitische, ammonitische, edomitische, sidonische und hethitische,

1 Könige 11:3 (LUTH1912) »
Und er hatte siebenhundert Weiber zu Frauen und dreihundert Kebsweiber; und seine Weiber neigten sein Herz.
Kommentar zu Hohelied 6,8 (LUTH1912)
Zentrale Aussage: Der Vers schildert eine beeindruckende, überbordende Zählung weiblicher Gesellschaft: "Sechzig sind der Königinnen und achtzig der Kebsweiber, und der Jungfrauen ist keine Zahl." Im literarischen Rahmen des Hohelieds dient diese Liste der Darstellung von Schönheit, Verehrung und sozialen Netzwerken der Frauengemeinschaft und zugleich als Hinweis auf Maßlosigkeit und Vergänglichkeit menschlicher Bewunderung.
Literarischer Kontext
Das Hohelied ist eine poetische Liebeslyrik, die oft in Bildsprache und hyperbolischen Zählungen arbeitet, um die Glanz- und Ffigure der Geliebten zu betonen. Einzelne Verse betonen Schönheit, Anmut und die Gemeinschaft der Frauen um die Braut bzw. Königin. In Kapitel 6 erscheinen Listen und Vergleiche, die die Ausprägung von Verehrung und soziales Umfeld der Geliebten zeichnen. Der Vers hebt die Fülle an Bewunderern hervor, bleibt aber selbst zweideutig: Einerseits zeigt er äußerliche Pracht, andererseits bereitet er Raum für Reflexion über Identität jenseits äußerer Maße.
Theologische Bedeutung
Der Text richtet sich weniger auf moralische Bewertung einzelner Akteure als auf die Spannung zwischen äußeren Zeichen von Wert und dem inneren Wert der Geliebten. Er lädt dazu ein, den Wert einer Person nicht an der Menge von Verehrern festzumachen, sondern an Treue, Liebe und Echtheit. In der alttestamentlichen Trachtenordnung wird oft gezeigt, wie soziale Strukturen die Wahrnehmung von Schönheit beeinflussen. Die Passage ermutigt, über das Sichtbare hinauszugehen und den inneren Charakter zu würdigen.
Bezüge zu anderen Schriften
Diese Querverweise helfen zu sehen, dass Schönheit und Bewunderung im Alten Testament oft einen tieferen Sinn haben: Gott misst den Wert einer Person nicht nach äußerer Zahl, sondern nach Treue und Nähe zu ihm.
Fragen zur Reflexion
Quellen-Quellenhinweise (historisch-literarisch)
Diese Auslegung greift auf klassischen kirchen- und bibelkommentatorische Perspektiven zurück, die ähnliche Arrangements von Schönheit, Gesellschaft und innerem Wert beobachten. Zum Stil des Hohelieds gehört die poetische Übertreibung, die hier als Vermittlung von Größe und Bedeutung dient. Parallele Anregungen findet man in den Arbeiten traditioneller Kommentatoren, die Schönheit in einem größeren Sinn verstehen als bloße Oberflächlichkeit.
Zusammenfassung
Hohelied 6,8 präsentiert eine prachtvolle Aufzählung, die die Fülle gesellschaftlicher Begleitung der Königin zum Ausdruck bringt. Jenseits der äußeren Pracht lädt der Text ein, die wahre Würde einer Person in Treue, Echtheit und innerer Substanz zu erkennen. Die Passage ermutigt, die Werte Gottesmaßstäbe anzulegen, statt sich von ausdrucksstarken Bildern verführen zu lassen.
Kurze Zitate aus klassischen Kommentatoren (Probeauswahl)
Hinweis: Dialogische Verweise auf ältere Standardkommentare sind hier in knapper Form integriert. Falls wörtliche Empfehlungen gewünscht sind, lassen sich wörtliche Passagen aus Matthew Henry, Albert Barnes oder Adam Clarke zitieren und entsprechend einordnen.