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Hohelied 1:7 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Sage mir an, du, den meine Seele liebt, wo du weidest, wo du ruhest im Mittage, daß ich nicht hin und her gehen müsse bei den Herden deiner Gesellen.
Hohelied 1:7 Vers-für-Vers-Kommentar
*** Dieser Kommentar enthält Inhalte aus klassischen gemeinfreien Quellen. Teile des Materials wurden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, zusammengefasst oder übersetzt. Bitte vergleiche jede Erklärung mit dem vollständigen Bibeltext und seinem Zusammenhang. Wenn du einen Fehler oder eine verbesserungsbedürftige Übersetzung findest, teile es uns bitte mit.
Hohelied 1:7 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Hohelied 3:1 (LUTH1912) »
Des Nachts auf meinem Lager suchte ich, den meine Seele liebt. Ich suchte; aber ich fand ihn nicht.

Psalm 28:1 (LUTH1912) »
Ein Psalm Davids. Wenn ich rufe zu dir, HERR, mein Hort, so schweige mir nicht, auf daß nicht, wo du schweigst, ich gleich werde denen, die in die Grube fahren.

Hohelied 1,7 nach LUTH1912 – "Sag mir an, du, den meine Seele liebt, wo du weidest"
Im Kontext: Der Hohe Lied richtet sich an die Liebende, die Liebhaber und an die Liebesbeziehung selbst, die zwischen Braut und Bräutigam als Bild von Gottes Beziehung zu seiner Gemeinde gesehen wird. In Vers 7 spricht die Braut direkt zu ihrem Geliebten, bittend um Orientierung und Nähe. Sie will wissen, wo er weidet und ruht, damit sie nicht verloren wandert. Die Worte verbinden Sehnsucht, Vertrauen und die Suche nach Nähe in einer Landschaft, die zugleich ländlich und spirituell verstanden wird: Da, wo er weidet, dort will sie sein. Die Frage betont nicht Besitz, sondern Fürsorge und Führung; der Liebende wird als guter Hirte vorgestellt, der der Braut Sicherheit und Ruhe gewährt.
Zentrale Bedeutung
Der Vers drückt eine intime Bitte um Begleitung aus. Die Braut wünscht sich die Gewissheit, dass der Geliebte ihrer Nähe sicher ist, damit sie sich nicht von den Wegen der Gemeinschaft entfernt. Die Metapher des Weidens und Ruhens verweist darauf, dass Orientierung und Ruhe in der Gegenwart des Geliebten gefunden werden. Für den Leser bedeutet dies: Die Beziehung zu Gott oder zum Geliebten entfaltet Sinn, wenn Nähe, Führung und Schutz vorhanden sind. Die Stimme der Braut zeigt zugleich Vertrauen in eine Ordnung, in der der Liebende die Richtung vorgibt.
Zwei bis drei zentrale Themen
Bezüge aus der Bibel – kurze Querverbindungen
– Jes 40,11: Der Hirte, der seine Lämmer weidet und sanft trägt; eine Bildsprache von Nähe und Fürsorge. Das Verständnis des Hirten als Führer und Schutz ist eine hilfreiche Anknüpfung zum Hohelied.
– Ps Israel wird der König als guter Hirte gesehen; in der Beziehung zu Gott wird Nähe und Führung als Trost empfunden (z. B. Psalm 23). Diese Querverweise vertiefen das Bild von Führung, Ruhe und Vertrauen in der Nähe Gottes.
– Joh 10,3–4: Der gute Hirte kennt seine Schafe und führt sie; dies ergänzt die Vorstellung, dass Nähe zu dem Geliebten Sicherheit und Orientierung schenkt.
Praktische Bedeutung
Für den Leser heute bedeutet der Vers: In Zeiten innerer Orientierungslosigkeit oder Wanderung lohnt es, sich an Gott oder an den Geliebten zu wenden und um klare Nähe zu bitten. Wahre Ruhe entsteht dort, wo wir unter der Führung und Fürsorge stehen, die uns Sicherheit geben. Die Praxis der Gemeinschaft – persönliche Gebetszeit, vertrauen in Gottes Führung – wird so als Weg gesehen, die eigene Seele an den Geliebten zu binden und sich leiten zu lassen.
Kurz gesagt
Die Braut bittet um klare Orientierung und Nähe: Wo du weidest und ruhst, da will ich sein. In der Nähe des Geliebten finden Herz und Seele Ruhe, Führung und Sicherheit.
Historisch-theologische Einordnung (zusammengefasst)
Verständnisse von Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke sehen im Hohelied die Liebe als schlichte, echt menschliche Leidenschaft, die durch Gottes Perspektive veredelt wird. Kurz: Die Verse betonen, dass Nähe, Führung und Ruhe in der Beziehung wichtig sind – und dass das gemeinsame Hegen und Rasten im Beisein des Geliebten als Sinnstiftung dient. Die Stimmen betonen eine natürliche, emotionsnahe Theologie, in der die Liebe ein Spiegel des göttlichen Fürsorge-Verständnisses ist.
Abschließend: Der Vers lädt ein, die Verbindung als Weg zu Orientierung und Ruhe zu verstehen – eine Einladung, die Nähe zu suchen und in ihr Trost zu finden.