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Hohelied 3:11 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Gehet heraus und schauet an, ihr Töchter Zions, den König Salomo in der Krone, damit ihn seine Mutter gekrönt hat am Tage seiner Hochzeit und am Tage der Freude seines Herzens.
Hohelied 3:11 Vers-für-Vers-Kommentar
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Hohelied 3:11 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Jesaja 62:5 (LUTH1912) »
Denn wie ein Mann ein Weib liebhat, so werden dich deine Kinder liebhaben; und wie sich ein Bräutigam freut über die Braut, so wird sich dein Gott über dich freuen.

Hosea 2:19 (LUTH1912) »
Ich will mich mit dir verloben in Ewigkeit; ich will mich mit dir vertrauen in Gerechtigkeit und Gericht, in Gnade und Barmherzigkeit.

Jeremia 2:2 (LUTH1912) »
Gehe hin und predige öffentlich zu Jerusalem und sprich: So spricht der HERR: Ich gedenke, da du eine freundliche, junge Dirne und eine liebe Braut warst, da du mir folgtest in der Wüste, in dem Lande, da man nichts sät,
Hohelied 3,11 – Der König Salomo in der Krone
Hauptaussage: Der Vers ruft die Töchter Zions dazu auf, aufmerksam zu werden auf den König Salomo in seiner erhabenen Würde, gekrönt von der Mutter am Tag der Hochzeit und an dem Tag der Freude seines Herzens. Er vermittelt ein Bild von königlicher Herrschaft sowie von Freude, die aus einer gesegneten, ehelichen Gemeinschaft hervorgeht. Die Szene verweist zugleich auf Schönheit, Hoffnung und den verheißenen Messias, der in biblischer Poesie oft als König in der Davidslinie vorgestellt wird.
Literarischer Kontext
In Hohelied ist der dialogische Stil zwischen Braut und Bräutigam, zwischen Braut und Freunden bzw. Frauen in Zion charakteristisch. Der Vers gehört zu einer Passage, in der der Brautliebhaber die Geliebte einlädt, die königliche Gegenwart zu betrachten. Die Erwähnung der Krone, dem Geschehen der Hochzeit und der Freude des Herzens verstärkt das Motiv der Herrlichkeit, die dem König zuteil wird. Die Aufforderung „Gehet heraus und schaut“ erzeugt eine gemeinschaftliche Teilnahme der Zuhörerinnen an der Freude des Königshofs.
Theologische Bedeutung
Der Text feiert die Würde des Königtums und verknüpft es mit ehelicher Treue und königlicher Freude. In der biblischen Theologie steht der König oft als Symbol für Gottes Herrschaft; hier wird die königliche Krone als Zeichen göttlicher Bestimmung und Bestärkung gegeben. Die Erwähnung der Mutter, die ihn gekrönt hat, erinnert an menschliche Bestimmung und göttliche Ordnung zugleich: Die Krönung ist sowohl eine familiäre als auch eine öffentliche Feier. Gleichzeitig wird die Freude des Herzens betont, was auf eine innere Bestätigung und Zufriedenheit hinweist, die aus rechtschaffener Lebensführung und Gemeinschaft mit Gott resultiert.
Verknüpfungen in der Schrift
- Bezug auf königliche Macht und göttliche Ordnung findet sich ähnlich in Predigt- und Weisheitsbildern, wo der König als Instrument Gottes sichtbar wird. Kleine Querverbindungen: Einmal zu Psalm 45, der von der Freude der Königsdemütigung und Krönung handelt; zum anderen zu Jesaja 9,6–7, wo der Königsgeist Christi als Friedensfürst beschrieben wird. Ein dritter Bezug lässt sich zu Epheser 5,31–32 ziehen, in dem die Verbindung von Ehe und Bund (das Geheimnis) im Bild des göttlichen Königtums mitschwingt.
Fragen zur persönlichen Reflexion
Zusammenfassung und praktische Auslegung
Der Vers lädt dazu ein, die königliche Gegenwart wahrzunehmen und sich an der öffentlichen Ehre zu freuen, die aus Gottes Ordnung resultiert. Die Krone symbolisiert Würde und Bestimmung, während die Hochzeitstag- und Freude-Motive die Freude einer gottgeleiteten Gemeinschaft betonen. In diesem Liedteil verbindet sich äußere Herrschaft mit innerer Zufriedenheit, und der Leser wird aufgefordert, die Freude an Gottes Wirken zu feiern und zugleich auf die endgültige Erfüllung in Christus zu hoffen.
Beachtete Zitatquellen (Public Domain)
Im Text wurden keine längeren wörtlichen Passagen aus Henry, Barnes oder Clarke wörtlich übernommen. Ihre üblichen kurzen Anmerkungen stehen in Gedankenführung ein, sofern vorhanden. Folgende kurze Hinweise aus den klassischen Kommentaren dienen als Orientierung:
Matthew Henry (Kurzbezug): Verweist auf die öffentliche Krönung als sichtbares Zeichen der göttlichen Zweckbestimmung.
Albert Barnes (Kurzbezug): Betont die Bedeutung der Krönung als legitime Herrschaft und die Freude am Bund.
Adam Clarke (Kurzbezug): Erörtert die Ehe- und Königsmotive als Bild für göttliche Ordnung und Wohlgefallen.
Cross-References (kurze Verbindungen)
– Psalm 45: Ein königliches Hochzeitslied, das ähnliche Motive von Krone und Hochzeitsfreude birgt. Verbindung: Königliche Würde und Freude
– Jesaja 9:6–7, der kommende Friedensfürst wird als König beschrieben. Verbindung: Messianische Königsherrschaft
– Epheser 5:31–32, das Geheimnis der Ehe als Bild der Beziehung zwischen Christus und der Gemeinde. Verbindung: Bindung von Königshaus, Bund und Liebe