Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiVerse
1 Korinther 11:1 1 Korinther 11:2 1 Korinther 11:3 1 Korinther 11:4 1 Korinther 11:5 1 Korinther 11:6 1 Korinther 11:7 1 Korinther 11:8 1 Korinther 11:9 1 Korinther 11:10 1 Korinther 11:11 1 Korinther 11:12 1 Korinther 11:13 1 Korinther 11:14 1 Korinther 11:15 1 Korinther 11:16 1 Korinther 11:17 1 Korinther 11:18 1 Korinther 11:19 1 Korinther 11:20 1 Korinther 11:21 1 Korinther 11:22 1 Korinther 11:23 1 Korinther 11:24 1 Korinther 11:25 1 Korinther 11:26 1 Korinther 11:27 1 Korinther 11:28 1 Korinther 11:29 1 Korinther 11:30 1 Korinther 11:31 1 Korinther 11:32 1 Korinther 11:33 1 Korinther 11:34


1. Korinther 11,14 – Der natürliche Sinn und die Ordnung der Schöpfung
Im unmittelbaren Kontext: Der Vers gehört zu Paulus’ Diskussion über das sittliche Verhalten in der Gemeindeversammlung, insbesondere über das Gebot der Ordnung und des Anstands beim Gebet und beim Abendmahl. Paulus nutzt hier das Beispiel der Haare als Zeichen von Geschlecht und Ordnung, um zu zeigen, dass es schicklich ist, wie man sich in der göttlichen Ordnung verhält. Die Frage, ob langes Haar beim Mann eine „Unehre“ sei, wird in der christlichen Praxis nicht als moralisches Gesetz gegen persönliche Freiheit verstanden, sondern als Hinweis auf kulturelle Praxis und göttliche Ordnung, die sich aus der Schöpfung ableiten lässt.
Was der Vers offenbart: Gottes Ordnung und Berufung in der Schöpfung
Der Vers stützt sich auf die Idee, dass Gott die Menschen mit bestimmten Merkmalen und Rollen geschaffen hat. Die Natur selbst wird als Zeuge oder als Hinweis benutzt, dass es Anstand ist, sich danach zu richten, wie Gott die Geschlechterordnung gestaltet hat. Die Formulierung erinnert daran, dass Dinge, die sich aus der göttlichen Ordnung ableiten, nicht einfach nach persönlichen Vorlieben verworfen werden sollten. Gleichzeitig wird deutlich, dass kulturelle Bräuche variieren können, doch die übergeordnete Ordnung bleibt bestehen.
Wichtige Wörter und Bilder erklärt
Verwandte Schriftstellen
– Röm 1,26–27 deutet darauf hin, dass Naturgesetze und göttliche Ordnung missachtet werden, wenn Menschen sich gegen die von Gott festgelegten Ordnungen verirrten.
– 1. Mose 1–2 bietet die Grundlage der Schöpfungsordnung, aus der Paulus in 1. Korinther 11 auf die Geschlechterrollen verweist.
– 1. Tim 2,11–12 zeigt, wie Paulus auch in anderer Hinsicht Ordnung in der Gemeinde festlegt, ohne den Wert einzelner Glieder zu schmälern.
Auslegungsgedanken von bekannten Auslegern (stichwortartig, ohne längere Zitate)
– Matthew Henry betont, dass Paulus hier nicht gegen persönliche Freiheit spricht, sondern gegen unnötige Ausschmückung oder Aufsässigkeit, die die Ordnung der Versammlung destabilisieren könnte.
– Albert Barnes und Adam Clarke sehen darin eine Betonung der Ordnung, die in der göttlichen Schöpfung verankert ist, und weisen darauf hin, dass kulturelle Normen variieren mögen, aber Gottes Prinzipien unverändert bleiben.
Praktische Anwendung für heute
Kurze Querverweise
– Hinweis auf göttliche Ordnung in der Schöpfung (Röm 1,26–27): Die Natur zeigt, wozu Gott Menschen geschaffen hat. Erhellend, dass Abkehr von dieser Ordnung zu Verirrungen führen kann.
– Das Prinzip der Ordnung in der Gemeinde (1. Tim 2,11–12): Welche Art von Ordnung hat Vorrang in der Gemeinschaft?
Zusammengefasst: Der Vers erinnert daran, dass es eine von Gott gegebene Ordnung gibt, die sich in der Natur und in der kulturell geprägten Praxis widerspiegelt. Die Gemeinde soll in Würde und Ordnung handeln, ohne in überstürzte oder unnötige Urteile über äußere Merkmale zu verfallen.