Exodus 21:10 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers

Gibt er ihm aber noch eine andere, so soll er an ihrer Nahrung, Kleidung und Eheschuld nichts abbrechen.

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Exodus 21:10 Vers-für-Vers-Kommentar

Exodus 21,10 (LUTH1912): Überblick und zentrale Botschaft

In diesem Vers wird eine Regelung aus dem bürgerlichen Umgang mit einer verheirateten Sklavin bzw. Dienerin beschrieben, die sicherstellen soll, dass ihr Wohlergehen, ihre Kleidung und ihr Eheschuld nicht vernachlässigt werden. Das Motiv dahinter ist Rechts- und Fürsorgepflicht gegenüber einer verletzlichen Person innerhalb der sozialen Ordnung des Alten Testaments. Die Formulierung verknüpft materielle Fürsorge (Nahrung, Kleidung) mit der ehelichen Verpflichtung, um deutliche Standards für gerechtes Verhalten zu setzen.

Der Vers im Zusammenhang des Kapitels

Kapitel 21 behandelt eine Reihe von zivilem Ordnungen, Eigentumsrechten und persönlichen Beziehungen innerhalb des Israels. Der hier zitierte Satz verweist darauf, dass dem Gelöbten oder dem Eintretenden in einer eheähnlichen Beziehung zusätzlich zu materieller Versorgung auch die verantwortliche Treue als Ehemann oder Besitzer zukommt. Die Passage betont, dass ein zuwiderhandelndes Verhalten nicht nur persönlich verletzend ist, sondern auch Rechte und Würde der betroffenen Person missachtet.

Zentrale spirituelle Lektion

Gott fordert Gerechtigkeit in der täglichen Gemeinschaft. Wohltuende Fürsorge wird zur Pflicht, und eine Verletzung dieser Pflicht schadet der Schwachen und belastet das Gemeinschaftsleben. Die Ethik des Respekts vor der Person, die Verwundbarkeit und der Schutz ihrer Grundbedürfnisse stehen hier im Vordergrund. Der Vers mahnt, dass materielle Pflichten (Verpflegung, Kleidung) und eheliche Pflichten verbunden sind und keinesfalls getrennt oder vernachlässigt werden dürfen.

Vergleichbare biblische Verweise

  • 5. Mose 24,17–18: Die Pflicht, Witwen oder Fremden nicht zu benachteiligen, sondern ihnen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Verbindung: Schutz der Schwachen durch faire Behandlung.
  • Prediger 4,9–10: Zwei sind stärker als einer; sie profitieren von gegenseitiger Unterstützung. Verbindung: gegenseitige Fürsorge stärkt die Gemeinschaft.
  • Hebräer 13,4 (NT): Ehre die Ehe und bleibe rein; zeigt, dass eheliche Verantwortlichkeit zentral ist. Verbindung: Treue und Sorge gehen Hand in Hand.

Beobachtungen aus den klassischen Kommentaren

Matthew Henry betont, dass die Fürsorge für die Schwachen ein Grundprinzip des Gesetzes sei, das soziale Ordnung und Gottes Wille verbindet. Albert Barnes hebt hervor, dass hier nicht bloß eine private Verpflichtung gemeint ist, sondern eine rechtliche Pflicht, die Würde der Frau zu schützen. Adam Clarke verweist darauf, dass die Formulierung Absicht hat, Ausbeutung zu verhindern und das Gemeinwesen zu bewahren. Eine weitere Perspektive betont, dass diese Regel in einem größeren Rahmen steht, in dem Gottes Segen auf gerechten Beziehungen ruht.

Wörtliche Hinweise aus den Kommentaren, sofern vorhanden: Beachten Sie, dass Henry auf die Pflicht zur Güte hinweist; Barnes betont Rechts- und Pflichtencharakter; Clarke hebt die soziale Stabilität durch Respekt vor der Person hervor.

Anwendung im heutigen Kontext

  • Beziehungspflichten ernst nehmen: Wer eine Verantwortung übernimmt, sorgt nicht nur für materielle Bedürfnisse, sondern bewahrt Ehrbarkeit und Würde der anderen.
  • Schutz der Verletzlichen: In Gemeinschaften gilt es, schwächeren Mitgliedern faire Bedingungen, Kleidung und Schutz zu geben, damit kein Malleinheit entsteht.

Kurze Querverbindungen und Begründungen

• 5. Mose 24,17–18 – Recht auf gerechte Behandlung auch gegenüber Schwachen; bestätigt, dass Rechtsordnung Fürsorge fordert.

• Prediger 4,9–10 – Zusammenarbeit stärkt Familie und Gemeinschaft; gegenseitige Unterstützung ist ein Prinzip der Lebensführung.

• Hebräer 13,4 – Treue in der Ehe als universales Maß; die AH-Lebensführung hat bleibende göttliche Ordnung zur Richtschnur.

Zusammenfassung

Exodus 21,10 ruft dazu auf, Pflichten gegenüber einer verletzlichen Person nicht zu vernachlässigen – Nahrung, Kleidung und die eheliche Treue stehen in einem gemeinsamen Verantwortungszusammenhang. Die Verse fordern Gerechtigkeit im häuslichen und öffentlichen Leben und legen Grundwerte fest, die auch im gesamten biblischen Zeugnis wiederkehren: Schutz, Würde und Verantwortung in Beziehungen.

*** Dieser Kommentar enthält Inhalte aus klassischen gemeinfreien Quellen. Teile des Materials wurden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, zusammengefasst oder übersetzt. Bitte vergleiche jede Erklärung mit dem vollständigen Bibeltext und seinem Zusammenhang. Wenn du einen Fehler oder eine verbesserungsbedürftige Übersetzung findest, teile es uns bitte mit.

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