Jeremia 13:25 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers

Das soll dein Lohn sein und dein Teil, den ich dir zugemessen habe, spricht der HERR. Darum daß du mein vergessen hast und verlässest dich auf Lügen,

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Jeremia 13:25 Vers-für-Vers-Kommentar

Jeremia 13,25 – Der Lohn der Vergesslichkeit

Der Vers steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der prophetischen Handlung, die Jeremia als Sinnbild für das verfehlte Vertrauen des Volkes Juda zugrunde legt. Gott hat dem Volk eine bestimmte Züchtigung und eine Folge an Unglück angekündigt, doch das Volk verlässt sich statt auf Gottes Zusage auf Lügen und eigene Täuschungen. Jeremia 13 illustriert somit die ernste Folge, wenn Menschen Gottes Treue verkennen und stattdessen auf heuchlerische Sicherheit bauen.

Was der Text über Gott und Glauben verrät

Gott bleibt derjenige, der Lohn und Anteil austeilt und zugleich die Folgen menschlicher Verwerfung ausmisst. Die Worte zeigen: Gottes Ordnung erkennt menschliche Treulosigkeit an, und Er lässt den Menschen die Konsequenzen seiner Abkehr von Ihm erfahren. Gleichzeitig zeigt sich Gottes Geduld in der Warnung, dass das Vertrauen auf Lügen eine vergebliche Selbsttäuschung ist. Die Passagen vermitteln, dass Gott die Treue seines Volkes ernst nimmt und dass Verlass auf ihn sich letztlich auszahlt, während Vergessen und Täuschung zu Maßlosigkeit und Niederlage führen.

Wichtige Begriffe und Bilder

  • Lohn und Teil: Ausdruck für das, was dem Volk als Folge seines Verhaltens zukommt – sowohl Belohnung als auch Zuteilung des Alltags. Hier wird sichtbar, dass Gott das Lebenswerk der Menschen bewertet.
  • Zugesprochenes Maß: Die Vorstellung, dass Gott jedem eine bestimmte Bestimmung gibt; das Volk verliert diese Orientierung, indem es sich auf Lügen stützt.
  • Vergessenheit Gottes: Der Kern der Sünde besteht darin, Gott zu vergessen und auf menschliche Täuschungen zu setzen.

Verwandte Passagen (Zusammenhänge)

Einige ähnliche Offenheit über Folgen von Treulosigkeit finden sich an anderen Stellen der Propheten:

  • Hesekiel 18,25–28 – Wer nach seinem Sinn handelt, trägt die Frucht seiner Wege; Gottes Gerechtigkeit verlangt Buße statt Verblendung.
  • Jesaja 30,12–15 – Der Mensch darf nicht auf Korruption und Täuschung vertrauen; wahre Ruhe kommt aus dem Vertrauen auf Gott.
  • 5. Mose 8,11–14 – genommer Warnung, dass Reichtum und Selbstzufriedenheit zur Vergesslichkeit gegenüber Gott führen können.

Diese Querverbindungen zeigen, dass der Konflikt zwischen menschlicher Selbstsicherheit und Gottes Treue ein zentrales Thema der biblischen Botschaft bleibt.

Gegenwartsbezug

Für heute gilt: Wo Menschen sich auf falsche Sicherheiten oder Lügen stützen – seien es Ideologien, Oberflächen-Gewissheiten oder vermeintliche Selbstvertrauen – verlieren sie die klare Orientierung gegenüber Gottes Zuwendung. Die Aufforderung bleibt: Gottes Wort als Maßstab seines Lohns und Seiner Ordnung zu akzeptieren. Wer sein Herz auf Gott richtet, erlebt eine stabile Lebensrichtung; wer sich täuschen lässt, erlebt Enttäuschung und Orientierungslosigkeit.

Zusammenfassung

Jeremia 13,25 warnt davor, dass Vergessen Gottes und Vertrauen auf Lügen eine unmittelbare Folge hat: Der Lohn des mangelnden Glaubens wird sichtbar. Gott bleibt der souveräne Geber von Anteil und Maß des Lebens, und Er fordert von seinem Volk ernsthafte Treue. Die Geschichte erinnert daran, dass echte Sicherheit erst dort zu finden ist, wo Gott und Sein Wort die Orientierung geben.

Historische Referenzen (aus frei zugänglicher Kommentarliteratur)

In der formenden Tradition der Kirchengeschichte haben Kommentatoren wie Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke die Grundlinie bestätigt: Treue zu Gott führt zu Sicherheit in ihm, während Selbstschutz und Täuschung zur Zerstörung führen. Harte Warnungen gegen das Verlassen auf Lügen stehen in der prophetischen Diktion als Aufruf zu Buße und neuen Vertrauen in Gottes Wort. Anmerkung: Wenn eine spezifische kurze Wortlautpassage dieser Kommentatoren genannt wird, wird sie hier zitiert.

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Jeremia 13:25 Querverweise und verwandte Bibelstellen

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