Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiChapter
Jeremia 1 Jeremia 2 Jeremia 3 Jeremia 4 Jeremia 5 Jeremia 6 Jeremia 7 Jeremia 8 Jeremia 9 Jeremia 10 Jeremia 11 Jeremia 12 Jeremia 13 Jeremia 14 Jeremia 15 Jeremia 16 Jeremia 17 Jeremia 18 Jeremia 19 Jeremia 20 Jeremia 21 Jeremia 22 Jeremia 23 Jeremia 24 Jeremia 25 Jeremia 26 Jeremia 27 Jeremia 28 Jeremia 29 Jeremia 30 Jeremia 31 Jeremia 32 Jeremia 33 Jeremia 34 Jeremia 35 Jeremia 36 Jeremia 37 Jeremia 38 Jeremia 39 Jeremia 40 Jeremia 41 Jeremia 42 Jeremia 43 Jeremia 44 Jeremia 45 Jeremia 46 Jeremia 47 Jeremia 48 Jeremia 49 Jeremia 50 Jeremia 51 Jeremia 52



Jeremia 19,5 (LUTH1912) – Der Ort des Gottesdienstes und seine Abkehr
Das Versgesetz setzt Jeremia an der Seite des Volkes, das am Rand einer catastrohalen Umkehr steht. In einer Zeit der Götzenanbetung und des religiösen Missbrauchs rückt der Prophet das schreckliche Verbrechen der Baalsverehrung ins Zentrum: Die Menschen hatten Höhen gebaut und ihre Kinder den Brandopfern Baal ausgeliefert. Dabei wird deutlich, wie weit der Kult der Götter von Israel abgerückt war: Es geht nicht nur um falsche Anbetung, sondern um eine grausame Praxis, die dem Herzen Gottes völlig widerspricht.
Was der Text über Gott und den Glauben offenbart
Gott spricht scharf gegen jede Form der Opferung, die Leben auslöscht oder missbraucht. Die Worte zeigen Gottes Abscheu gegenüber echter Anbetung, die in Gewalt, Brutalität oder Menschenopfer mündet. Gleichzeitig erinnert der Vers daran, dass Gott die menschliche Bereitschaft zur Sünde kennt und nicht schweigt, wenn seine Gebote übertreten werden. Gottes Herz geht mit der Klarheit eines Urteils einher: Was Er gebietet, dient dem Leben; was Er verbietet, schadet unermesslich.
Wichtige Begriffe und Bilder erklärt
Verwandte Bibelstellen (Kernideen)
Cross-Connections helfen, das Mustern der Abwendung von Gott zu erkennen:
Auslegung und Kontext
Jeremia spricht zum Volk Juda in einer Zeit politischer Instabilität und religiöser Verirrung. Die bildliche Sprache der Höhen und Brandopfer macht deutlich, dass Abkehr von Jahwe nicht nur eine intellektuelle Irrlehre ist, sondern eine reale Brutalität hervorbringt. Die Prophetie dient zugleich der Warnung: Gottes Geduld hat Grenzen, und sein Richterstuhl ist sicher. Wenn Gott spricht, geht es um Leben, nicht um Ritualismus um des Rituals willen.
Gegenwartsbezug und Anwendung
Auch heute wird Anbetung wichtiger als äußere Formen, aber Gott misst Herz und Motiv. Ordnungsgemäße Gottesdienste dürfen kein Deckmantel für Ungerechtes sein. Echte Frömmigkeit zeigt sich im Schutz des Lebens, im gerechten Verhalten und in der Treue zu Gottes Geboten – auch wenn kulturelle Bräuche verändern oder unbequem erscheinen.
Wesentliche Einordnung – kurze Zusammenfassung
Jeremia 19,5 erinnert daran, dass Gott jede Form von Götzendienst verurteilt, insbesondere jene, die das Leben zerstört. Die Passage ruft zur Klarheit des Herzens, zur Abkehr von grausamen Praktiken und zur Treue gegenüber dem gerechten Gott.
Kurze Zitate aus klassischen Kommentaren (nur wenn vorhanden)
Hinweis: Sämtliche wörtliche Zitate aus Matthew Henry, Albert Barnes oder Adam Clarke werden hier nur aufgenommen, falls vorhanden. Im vorliegenden Text wurden keine direkten Zitate aus diesen Kommentaren extrahiert. Die kommentierten Gedanken sind eigenständig formuliert, basierend auf öffentlich zugänglichen, älteren Gelehrtenwerken und der biblischen Textlage.