Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiChapter
Jeremia 1 Jeremia 2 Jeremia 3 Jeremia 4 Jeremia 5 Jeremia 6 Jeremia 7 Jeremia 8 Jeremia 9 Jeremia 10 Jeremia 11 Jeremia 12 Jeremia 13 Jeremia 14 Jeremia 15 Jeremia 16 Jeremia 17 Jeremia 18 Jeremia 19 Jeremia 20 Jeremia 21 Jeremia 22 Jeremia 23 Jeremia 24 Jeremia 25 Jeremia 26 Jeremia 27 Jeremia 28 Jeremia 29 Jeremia 30 Jeremia 31 Jeremia 32 Jeremia 33 Jeremia 34 Jeremia 35 Jeremia 36 Jeremia 37 Jeremia 38 Jeremia 39 Jeremia 40 Jeremia 41 Jeremia 42 Jeremia 43 Jeremia 44 Jeremia 45 Jeremia 46 Jeremia 47 Jeremia 48 Jeremia 49 Jeremia 50 Jeremia 51 Jeremia 52



Jeremia 21,13 (LUTH1912): Wer will uns überfallen oder in unsre Feste kommen?
Dieses kurze, scharfe Wort des HERRN trifft mitten ins Selbstvertrauen Jerusalems zur Zeit der Belagerung durch Nebukadnezar. Der Prophet macht deutlich, dass menschliche Stärke, selbst wenn sie als sicherer Zufluchtsort gilt, in Gottes Sicht ohne Halt ist. Wer als Bewohner des Grundes und auf dem Felsen der Ebene Sicherheit zu suchen meint, wird von Gott herausgefordert: Wer wird uns überfallen oder in unsere Festungen kommen? Die Antwort liegt nicht in Naturwundern oder menschlicher Strategie, sondern in der Haltung des Herzens gegenüber Gott.
Originalkontext und zentrale Botschaft
Gott richtet sich hier an Jerusalem und Juda, die sich auf ihre Befestigungen, Mauern und verbündete Großmächte verlassen hatten. Die Stadt lag in der Belagerung, doch ihr Selbstvertrauen beruhte auf äußeren Zeichen von Sicherheit. Gott erinnert daran, dass wahre Sicherheit nicht in menschlicher Stärke liegt, sondern in der Abhängigkeit von Ihm. Wer auf das Felsgrund gebaut ist, soll seine Zuversicht nicht in Zufluchtsorte setzen, sondern sich vor Gott verantworten.
Kernpunkte der Auslegung
Verknüpfte biblische Themen
Dieses Vers-Thema korreliert mit der biblischen Warnung vor falscher Sicherheit (vgl. Jeremia 17,5) und dem Aufruf, Zuflucht bei Gott zu suchen (Ps 46; Spr 18,10). Es erinnert daran, dass menschliche Festungen vor Gottes Urteil nicht sicher sind und dass wahre Sicherheit aus einer lebendigen Ordnung mit Gott kommt.
Historische und theologische Perspektive einiger Publizistik-Vergleiche
Frühere, öffentliche-domain-Kommentare betonen, dass Jeremia oft gegen das Vertrauen in äussere Schutzmächte spricht und zu einer Gottesfurcht zurückführt. Sie sehen diese Zeilen als eine Mahnung an die Gerechten, nicht auf Täuschungen zu bauen, sondern in Gottes Gegenwart zu bleiben.
Relevante Querverweise
Deutsches Gedanken- und Anwendungssegment
Für den Leser heute bedeutet Jeremia 21,13, dass echte Sicherheit nicht in militärischen oder architektonischen Schutzstrukturen liegt, sondern in einer lebendigen Beziehung zu Gott. Die Frage „Wer will uns überfallen?“ wird zu einer Einladung, das Vertrauen zu prüfen: Wem gehören Herz und Entscheidung wirklich? In Zeiten von Drohungen oder Unruhe hilft ein Blick auf das Fundament des Glaubens, das in Gottes Gegenwart ruht. Die Befreiung aus Abhängigkeit von äußeren Sicherheiten hin zu einer festen Zuversicht in Gott ist eine grundsätzliche Wende des Herzens.
Kurzer Abschlussgedanke
Gottes Wort fordert Demut vor der Mächtigkeit des HERRN – und ruft dazu auf, Zuflucht im einzig beständigen Felsen zu suchen: Ihm zu gehören, Ihm zu dienen, und Ihm zu vertrauen, auch wenn Mauern zerfallen oder Feinde näher rücken.
Hinweise auf historische Stimmen
Entsprechende knappe Einschätzungen von Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke bestätigen: Die Verse künden von der Eitelkeit menschlicher Befestigungen vor Gottes Gericht. Sie betonen, dass echte Sicherheit nur in der göttlichen Ordnung zu finden ist. Wenn nötig, nennen sie in knapper Form typische Formulierungen zur Betonung der Hoffnung in Gott.