Jeremia 21:13 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers

Siehe, spricht der HERR, ich will an dich, die du wohnst im Grunde, auf dem Felsen der Ebene und sprichst: Wer will uns überfallen oder in unsre Feste kommen?

Vorheriger Vers
« Jeremia 21:12
Nächster Vers
Jeremia 21:14 »

Jeremia 21:13 Vers-für-Vers-Kommentar

Jeremia 21,13 (LUTH1912): Wer will uns überfallen oder in unsre Feste kommen?

Dieses kurze, scharfe Wort des HERRN trifft mitten ins Selbstvertrauen Jerusalems zur Zeit der Belagerung durch Nebukadnezar. Der Prophet macht deutlich, dass menschliche Stärke, selbst wenn sie als sicherer Zufluchtsort gilt, in Gottes Sicht ohne Halt ist. Wer als Bewohner des Grundes und auf dem Felsen der Ebene Sicherheit zu suchen meint, wird von Gott herausgefordert: Wer wird uns überfallen oder in unsere Festungen kommen? Die Antwort liegt nicht in Naturwundern oder menschlicher Strategie, sondern in der Haltung des Herzens gegenüber Gott.

Originalkontext und zentrale Botschaft

Gott richtet sich hier an Jerusalem und Juda, die sich auf ihre Befestigungen, Mauern und verbündete Großmächte verlassen hatten. Die Stadt lag in der Belagerung, doch ihr Selbstvertrauen beruhte auf äußeren Zeichen von Sicherheit. Gott erinnert daran, dass wahre Sicherheit nicht in menschlicher Stärke liegt, sondern in der Abhängigkeit von Ihm. Wer auf das Felsgrund gebaut ist, soll seine Zuversicht nicht in Zufluchtsorte setzen, sondern sich vor Gott verantworten.

Kernpunkte der Auslegung

  • Gottes Urteilsblick: Die Sicherheitsvorstellungen Jerusalems werden durchbrochen; Gott prüft, wo echte Zuflucht zu finden ist.
  • Gefährdung durch Überheblichkeit: Selbst scheinbar feste Mauern können unter dem Gericht Gottes kollabieren, wenn das Vertrauen nicht mehr auf Gott ruht.
  • Ein Ruf zur Reue: Die Vorrangstellung Gottes muss wiederhergestellt werden, damit Geduld, Schutz und Frieden möglich sind.

Verknüpfte biblische Themen

Dieses Vers-Thema korreliert mit der biblischen Warnung vor falscher Sicherheit (vgl. Jeremia 17,5) und dem Aufruf, Zuflucht bei Gott zu suchen (Ps 46; Spr 18,10). Es erinnert daran, dass menschliche Festungen vor Gottes Urteil nicht sicher sind und dass wahre Sicherheit aus einer lebendigen Ordnung mit Gott kommt.

Historische und theologische Perspektive einiger Publizistik-Vergleiche

Frühere, öffentliche-domain-Kommentare betonen, dass Jeremia oft gegen das Vertrauen in äussere Schutzmächte spricht und zu einer Gottesfurcht zurückführt. Sie sehen diese Zeilen als eine Mahnung an die Gerechten, nicht auf Täuschungen zu bauen, sondern in Gottes Gegenwart zu bleiben.

Relevante Querverweise

  • Jeremia 17,5 – Der Fluch über den, der auf Menschen statt auf Gott vertraut; eine Gegenpole zum Thema dieser Stelle.
  • Psalm 46 – Gott ist unsere Zuflucht und Stärke; trotz Zerrüttung bleibt der Mittelpunkt der Sicherheit Gottes Gegenwart.
  • Jesaja 28,16 – Wer auf den Stein baut, findet einen bewahrenden Fels; eine prophetische Vorwegnahme der beständigen Zuflucht in Gott.

Deutsches Gedanken- und Anwendungssegment

Für den Leser heute bedeutet Jeremia 21,13, dass echte Sicherheit nicht in militärischen oder architektonischen Schutzstrukturen liegt, sondern in einer lebendigen Beziehung zu Gott. Die Frage „Wer will uns überfallen?“ wird zu einer Einladung, das Vertrauen zu prüfen: Wem gehören Herz und Entscheidung wirklich? In Zeiten von Drohungen oder Unruhe hilft ein Blick auf das Fundament des Glaubens, das in Gottes Gegenwart ruht. Die Befreiung aus Abhängigkeit von äußeren Sicherheiten hin zu einer festen Zuversicht in Gott ist eine grundsätzliche Wende des Herzens.

Kurzer Abschlussgedanke

Gottes Wort fordert Demut vor der Mächtigkeit des HERRN – und ruft dazu auf, Zuflucht im einzig beständigen Felsen zu suchen: Ihm zu gehören, Ihm zu dienen, und Ihm zu vertrauen, auch wenn Mauern zerfallen oder Feinde näher rücken.

Hinweise auf historische Stimmen

Entsprechende knappe Einschätzungen von Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke bestätigen: Die Verse künden von der Eitelkeit menschlicher Befestigungen vor Gottes Gericht. Sie betonen, dass echte Sicherheit nur in der göttlichen Ordnung zu finden ist. Wenn nötig, nennen sie in knapper Form typische Formulierungen zur Betonung der Hoffnung in Gott.

*** Dieser Kommentar enthält Inhalte aus klassischen gemeinfreien Quellen. Teile des Materials wurden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, zusammengefasst oder übersetzt. Bitte vergleiche jede Erklärung mit dem vollständigen Bibeltext und seinem Zusammenhang. Wenn du einen Fehler oder eine verbesserungsbedürftige Übersetzung findest, teile es uns bitte mit.

Jeremia 21:13 Querverweise und verwandte Bibelstellen

Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Hesekiel 13:8 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Hesekiel 13:8 (LUTH1912) »
Darum spricht der Herr HERR also: Weil ihr das predigt, woraus nichts wird, und Lügen weissagt, so will ich an euch, spricht der Herr HERR.

Klagelieder 4:12 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Klagelieder 4:12 (LUTH1912) »
Es hätten's die Könige auf Erden nicht geglaubt noch alle Leute in der Welt, daß der Widersacher und Feind sollte zum Tor Jerusalems einziehen.

Obadja 1:3 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Obadja 1:3 (LUTH1912) »
Der Hochmut deines Herzens hat dich betrogen, weil du in der Felsen Klüften wohnst, in deinen hohen Schlössern, und sprichst in deinem Herzen: Wer will mich zu Boden stoßen?

LUTH1912 Bibelbuch auswählen