Old Testament
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Römer 10:5 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Mose schreibt wohl von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt: “Welcher Mensch dies tut, der wird dadurch leben.”
Römer 10:5 Vers-für-Vers-Kommentar
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Römer 10:5 Querverweise und verwandte Bibelstellen
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Levitikus 18:5 (LUTH1912) »
Darum sollt ihr meine Satzungen halten und meine Rechte. Denn welcher Mensch dieselben tut, der wird dadurch leben; denn ich bin der HERR.

Nehemia 9:29 (LUTH1912) »
Und du ließest ihnen bezeugen, daß sie sich bekehren sollten zu deinem Gesetz. Aber sie waren stolz und gehorchten deinen Geboten nicht und sündigten an deinen Rechten (durch welche ein Mensch lebt, so er sie tut) und kehrten dir den Rücken zu und wurden halsstarrig und gehorchten nicht.

Hesekiel 20:13 (LUTH1912) »
Aber das Haus Israel war mir ungehorsam auch in der Wüste und lebten nicht nach meinen Geboten und verachteten meine Rechte, durch welche der Mensch lebt, der sie hält, und entheiligten meine Sabbate sehr. Da gedachte ich meinem Grimm über sie auszuschütten in der Wüste und sie ganz umzubringen.
Römer 10,5 (LUTH1912): Mose schreibt wohl von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt: „Welcher Mensch dies tut, der wird dadurch leben.“
Im unmittelbaren Kontext setzt Paulus hier den Anspruch der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, der im Alten Testament so formuliert ist: Wer die Regeln strikt befolgt, wird durch sie leben. Römer 10 richtet sich gegen eine falsche Verdammnis: Die Juden, die das Gesetz kennen, können durch bloßes Besitzen der Schrift und durch äußere Übereinstimmung nicht die Gerechtigkeit Gottes erlangen. Paulus erklärt: Die Gerechtigkeit aus dem Glauben richtet sich nicht nach dem Gesetz, sondern nach der Botschaft des Glaubens. Doch vor Augen führen wir heute, dass Mose tatsächlich von einer Regel-Gerechtigkeit spricht, die dem Menschen Verantwortung auferlegt und ihm eine konkrete Lebensweise ordnet.
Was der Text offenbart: Gnade, Glauben und Verantwortung
Der Vers betont eine Verbindung von Kenntnis des Gesetzes und praktischer Umsetzung. Die Aussage „Welcher Mensch dies tut“ verweist auf das Gehorsam-Verstehen im Gehaltsrahmen des Gesetzes. Gleichzeitig dient Paulus’ Bezug auf die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, als Kontrast zu der späteren Erklärung der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. So wird deutlich: Glaube ist kein Ersatz für Moral, sondern Gottes Weg, die rechtschaffene Lebenshaltung zu ermöglichen, ohne sich ausschließlich auf ein perfektes Gesetzeljahr zu stützen.
Wichtige Begriffe und Bilder
Verwandte Stellen
– Galater 3,11–12 betont, dass die Rechtschaffenheit vor Gott aus dem Glauben stammt und nicht durch Werke des Gesetzes vollbracht wird. Bezugspunkt: Die Unvollkommenheit menschlicher Gesetzestreue wird deutlich, während der Glaube auf Gottes Zusage gebaut ist.
– Römer 9,31–32 zeigt, wie Israel zwar das Gesetz verfolgte, aber nicht durch den Glauben, sondern durch Werksgerechtigkeit ein Hindernis fand. Bezugspunkt: Die Unterscheidung zwischen Gesetzesgehorsam und Glaubensvertrauen wird zentral.
– Römer 10,9–10 erläutert die Rettung durch Glauben: Das Bekenntnis mit dem Mund und das Vertrauen im Herzen führt zur Gerechtigkeit und Errettung. Bezugspunkt: Verknüpft mit dem Thema, dass Gerechtigkeit dem Glauben folgt, nicht dem Gesetz allein.
Anwendung für heute
Der Text erinnert daran, dass religiöse Sicherheit nicht allein in der Besitztükeit von Gesetzen besteht, sondern in der persönlichen Bezüglichkeit zu Gott durch Glauben. Wer das Gesetz kennt, soll es als Führer zur Erkenntnis Gottes nutzen, nicht als Abschlussprojekt des Heilssystems. Die Botschaft ruft dazu auf, den Glauben in Christus zu setzen, der die Erfüllung der heiligen Forderung zugänglich macht, und zugleich im Alltag eine gerechte, aufrichte und gütige Lebensführung zu zeigen.
Quellenhinweise (aus öffentlichen Vorläufer-Kommentaren):
– Matthew Henry (Kommentar zu Römer) betont die Gefahr eines rastlosen Gesetzesgehorsams, der ohne Glauben leer bleibt, und hebt hervor, dass die Botschaft des Glaubens die vollständige Erfüllung aus Gottes Zusage motiviert.
– Albert Barnes betont die Unmöglichkeit menschlicher Gerechtigkeit durch das Gesetz allein und erklärt, dass der Zugang zur Gerechtigkeit durch den Glauben geschieht, indem man Jesus Christus glaubt und Gottes Versprechen annimmt.
– Adam Clarke verweist darauf, dass das Gesetz zwar heilig, gerecht und gut ist, aber die Menschheit unmöglich in vollem Maß durch das Gesetz leben kann; der Glaube vervollständigt die Gerechtigkeit, die das Gesetz verlangt.
Hinweis: Die wörtliche Textstelle wird hier als Referenz zitiert; vollständige Zitate aus Henry, Barnes oder Clarke werden nur zur Orientierung genannt und nicht wörtlich in voller Länge wiedergegeben.