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Römer 6:4 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln.
Römer 6:4 Vers-für-Vers-Kommentar
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Römer 6:4 Querverweise und verwandte Bibelstellen
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2 Korinther 5:17 (LUTH1912) »
Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!

Kolosser 3:10 (LUTH1912) »
und ziehet den neuen an, der da erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbilde des, der ihn geschaffen hat;

Römer 7:6 (LUTH1912) »
Nun aber sind wir vom Gesetz los und ihm abgestorben, das uns gefangenhielt, also daß wir dienen sollen im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens.
Römer 6,4 (LUTH1912) – Bedeutung und Auslegung
Satz des Verstehens: Durch die Taufe sind wir mit Christus begraben, damit wir in einem neuen Leben wandeln, wie Christus durch die Kraft des Vaters auferweckt wurde.
Kontextueller Hintergrund
Der Vers gehört zum Abschnitt über die Botschaft von der neuen Lebenshaltung in Christus, die aus dem Tod des alten Menschen an der Sünde hervorgeht. Paulus benutzt die Bildsprache der Taufe: Wie bei der Untertauchen in den Tod Jesu, so tritt der Gläubige aus dem Wasser hinein in ein neues Leben, das durch die Auferstehung Jesu ermöglicht wird. Die Taufe steht hier nicht nur als äußeres Zeichen, sondern als kommunikative Handlung des Todesmuts gegenüber der Sünde und des Neubeginns durch den Heiligen Geist.
Interpretative Beobachtungen
Interpretationshinweise aus frühkirchlicher Sicht
Die altkirchliche und reformatorische Lesart betont, dass die Taufe eine Pointe der Glaubensentscheidung ist: Der Gläubige ist dem alten Sinnbild der Sünde gestorben und lebt in einer von Gott erneuerten Existenz. Die im Text angesprochene „Herrlichkeit des Vaters“ verweist darauf, dass die Kraft der Auferstehung Gottes hervorkommt, um den Gläubigen neues Handeln zu ermöglichen.
Verwandte Passagen (Kurzverbindung)
- Galater 2,20: Der Tod und das Leben mit Christus – verdeutlicht die neue Identität in Christus.
- Kolosser 2,12: Mit Christus begraben und mit ihm auferweckt – gemeinsamer Sinneseintritt in das neue Leben.
- 2. Korinzer 5,17: Wer in Christus ist, ist eine neue Kreatur; das Alte ist ver gone.
Verknüpfungserklärung: Die genannten Stellen verstärken das Bild der Taufe als Übergang in einen durch Gottes Kraft erneuerten Lebensweg, der sich in gesunder Frömmigkeit und ehedem ungehöriger Haltung widerspiegelt.
Thematische Gliederung
Praktische Ableitung
Die Gläubigen sind aufgerufen, die reale Kraft der Auferstehung im Alltag zu leben: Durch den Heiligen Geist wirkten Prüfungen und Versuchungen, doch die neue Lebenshaltung dient als Zeugniss des Sieges Christi und der Gnade Gottes. In der Praxis heißt das: heftige Neigungen der Sünde überwinden, den Alltag in heiligen Maßen gestalten und die neue Identität in Christus sichtbar werden lassen.
Zitate aus klassischen Kommentatoren (Auszüge)
Adam Clarke: „In der Taufe wird der Gläubige wie in einem Grabe mit Christus verbunden, damit er [auch] in einem neuen Leben wandelt.“
Matthew Henry: „Unsere Taufe nennt die Begebenheit, dass wir in den Tod Christi hinein versenkt sind, damit wir von der Erbsünde reingewaschen und zu einem neuen Wandel befähigt werden.“
Albert Barnes: „Die Taufe deutet auf die Gemeinschaft mit Christus durch Tod und Auferstehung; sie zeigt, dass das Christsein nicht in früheren Sinnen verbleibt, sondern in einer neuen, heiligen Lebensführung.“
Kernformulierung
Wir sind mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit auch wir in einem neuen Leben wandeln.