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Römer 6:5 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
So wir aber samt ihm gepflanzt werden zu gleichem Tode, so werden wir auch seiner Auferstehung gleich sein,
Römer 6:5 Vers-für-Vers-Kommentar
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Römer 6:5 Querverweise und verwandte Bibelstellen
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Philipper 3:10 (LUTH1912) »
zu erkennen ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, daß ich seinem Tode ähnlich werde,

Kolosser 2:12 (LUTH1912) »
indem ihr mit ihm begraben seid durch die Taufe; in welchem ihr auch seid auferstanden durch den Glauben, den Gott wirkt, welcher ihn auferweckt hat von den Toten.

2 Korinther 4:10 (LUTH1912) »
und tragen allezeit das Sterben des HERRN Jesu an unserm Leibe, auf daß auch das Leben des HERRN Jesu an unserm Leibe offenbar werde.
Römer 6,5 (LUTH1912): "So wir aber samt ihm gepflanzt werden zu gleichem Tode, so werden wir auch seiner Auferstehung gleich sein"
Gegenstand dieses Verses ist die Verbindung der Gläubigen mit Christus in Tod und Auferstehung. Paulus argumentiert aus der Gemeinschaft der Gläubigen mit Christus: wer mit Christus gestorben ist, ist auch mit ihm auferstanden; so wie das Tote in den Gräbern einem Neustart dient, so gewährt Christus eine neue Lebensordnung für alle, die an ihn glauben. Die direkte Bezugnahme auf die Taufe wird oft gesehen, doch hier steht der Sinn der Tod- und Auferstehungsgemeinschaft im Vordergrund: der alte Sinnesweg ist beendet, der neue Lebensweg beginnt.
Was dieser Text über Gott und den Glauben sagt
Gott schenkt durch Christus eine radikale neue Identität. Die Gläubigen sind nicht mehr durch die Sünde bestimmt, sondern in Christus „gepflanzt“ – verbunden mit ihm in seinem Tod und seiner Auferstehung. Das vor Augen stehende Ziel ist die praktische Frucht dieser neuen Zugehörigkeit: ein Leben, das der Heiligung dient und nicht der sündigen Natur. Die Formulierung „samt ihm gepflanzt“ betont eine göttliche Einpflanzung, eine stille, aber verbindliche Identifikation des Gläubigen mit dem Leiden und der Herrschaft Jesu. Die Folge ist eine neue Lebensordnung, die auf der Realität der Auferstehung fußt.
Wichtige Begriffe und Bilder
- Gepflanzt: bildhaft für eine göttliche Einpflanzung in Christus, sodass der Tod und die Auferstehung realiter Teil des Lebens eines Gläubigen werden.
- Gleiche Tod/Auferstehung: kein abstrakter Gedanke, sondern eine reale Verbindung zum Werk Christi. Der Tod Christi befreit von der Herrschaft der Sünde; die Auferstehung eröffnet neues Leben.
Verwandte Bibelstellen (Kurzverweise)
Praxisnaher Bezug für das heutige Leben
Glaube bedeutet heute, die alte Vorrichtung des Lebens unter der Sünde abzulegen und aktiv in der neuen Lebensordnung zu wandeln. Christliches Verhalten folgt aus der Einheit mit dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn: Wer gestorben ist, ist frei von der herrschenden Gewalt der Sünde; wer aufersteht, lebt in Hoffnung und Gehorsam gegenüber Gott. Der Vers ermutigt zur beständigen Standortbestimmung: Leidet der alte Sinneswelt den Tod, so kann das neue Leben in Christus stärker ins Zentrum treten.
Zusammenfassung
Römer 6,5 verbindet Tod und Auferstehung Jesus mit dem Leben jedes Gläubigen. Die Heilsordnung lautet: durch Christus zum Tod der alten Sünde, durch Christus zur neuen Auferstehung zum Leben. Diese Gemeinschaft ist die Grundlage für Heiligung, Tugend und eine lebendige Hoffnung.
Zitat aus klassischen Kommentaren (salopp zusammengefasst):
Matthew Henry hebt hervor, dass Gläubige durch das „mit ihm“ eine reale Gemeinschaft sind, die den alten Sinn mit dem Tod ablegt. Albert Barnes betont, dass die Taufe den Akt der Identifikation markiert und die neue Lebensrichtung sichtbar macht. Adam Clarke erläutert, dass die Auferstehung nicht nur zukünftige Hoffnung, sondern gegenwärtige Kraft zur Sieg über die Sünde bedeutet. Eine ergänzendepubklikatorische Perspektive betont, dass diese Verbindung durch den Heiligen Geist gestärkt wird.