1 Könige 5:9 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers

Meine Knechte sollen die Stämme vom Libanon hinabbringen ans Meer, und will sie in Flöße legen lassen auf dem Meer bis an den Ort, den du mir wirst ansagen lassen, und will sie daselbst abbinden, und du sollst's holen lassen. Aber du sollst auch mein Begehr tun und Speise geben meinem Gesinde.

Vorheriger Vers
« 1 Könige 5:8
Nächster Vers
1 Könige 5:10 »

1 Könige 5:9 Vers-für-Vers-Kommentar

1 Könige 5:9 – Sinn und Zusammenhang

Der Vers beschreibt eine konkrete Arbeitsordnung des Königs Salomo: Die Stämme des Libanon sollen vom König Hiram der Tyrus hinabgebracht, auf Flößen aufs Meer transportiert und dort an dem vorgesehenen Ort abgebunden werden, damit Salomo sie holen lasse. Zugleich wird Salomo aufgefordert, den Libanon-Arbeitern Speise zu geben. Die Passage betont einerseits die praktische Organisation eines großen Bauvorhabens und anderseits die Fürsorge für die Arbeitskräfte.

Hintergrund und Einordnung

Im Kontext von Kapitel 5 plant Salomo den Bau des Tempels in Jerusalem und große Bauwerke. Für den Transport der Baumaterialien – vor allem des massiven Holzes aus dem Libanon – kommt der Blick auf internationale Kooperation und Aufsicht. Der Auftrag reflektiert politische und wirtschaftliche Strukturen: ein Vertrauensverhältnis zwischen Israel und Hiram von Tyrus, Reichtum an Arbeitskräften und logistischer Aufwand. Die Formulierung zeigt auch Salomos Autorität: Er befiehlt, organisiert, bezahlt und sorgt für die Arbeitsbedingungen.

Interpretative Beobachtungen

  • Planung und Logistik: Die Stämme werden in Flöße gelegt und aufs Meer geführt – eine pragmatische Lösung, die große Exaktheit in Zeit und Transport erforderte. Das Wort „abbinden“ weist auf eine stabile Befestigung der Materialien hin, damit sie sicher ans Ziel gelangen.
  • Arbeitsphilosophie: Das Verlangen, Speise zu geben, unterstreicht, dass der König die Lebensunterhaltung seiner Arbeiter sicherstellen will. Das Thema der Fürsorge wird hier als Voraussetzung für produktive Arbeit sichtbar.
  • Staatskunst: Der Vers zeigt die kooperative Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik, die König Salomo zu implementieren sucht, um das Tempelprojekt voranzubringen.

Thematische Merkpunkte

  1. Große Bauprojekte brauchen sorgfältige Logistik.
  2. Fürsorge für Arbeitskräfte ist zentral für nachhaltige Arbeitsleistung.
  3. Vertragliche Zusammenarbeit mit Nachbarstaaten erleichtert wirtschaftlichen Aufschwung.

Bezugstexte und kurze Einordnung

Schon im Kapitel zuvor wird die Bedeutung der Holzlieferung aus dem Libanon deutlich (Stämme, Flöße, Transport über das Meer). Die Passage erinnert daran, dass Gottes Vorhaben oft menschliche Organisation und internationale Kooperation voraussetzen. Denker wie Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke betonen in ähnlichen Passagen, dass Weisheit in der Verwaltung der Ressourcen und Sorge für die Arbeiter das Fundament königlicher Unternehmungen sind. Wichtige Quellenaussagen aus ihren Kommentaren wären hier inhaltlich Teil einer vertieften Auslegung, ohne wörtliche Vollzitate zu wiederholen.

Verwandte Bibelstellen (Kurzverweise und Erklärungen)

  • 2. Chronik 2–3: Details zum Tempelbau und Vorbereitung: Verbindet König Salomos Bauvorhaben direkt mit logistischen Notwendigkeiten und organisatorischer Planung.
  • 1 Könige 4: Die administrative Struktur und Versorgung des Hofes: Ergänzt das Bild von Koordination und Ressourcenverwaltung.
  • 2. Chronik 2: Eine parallele Darstellung des Königshofes, die die Bedeutung von Handels- und Lieferbeziehungen betont.

Kurzgefasster praktischer Schluss

Der Vers zeigt, dass große Vorhaben nicht allein durch Wille entstehen, sondern durch kluge Organisation, faire Behandlung der Arbeitskräfte und verlässliche Versorgung. Wer heute Bauprojekte plant, erkennt darin eine zeitlose Lehre: gute Vorbereitung verbindet Logistik, Personalfürsorge und partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Quellenkontext: Der Kommentar orientiert sich an klassischen Auslegungen (z. B. Matthew Henry, Albert Barnes, Adam Clarke) und fügt konsolidiert relevante Einsichten in eine übersichtliche, deutschsprachige Form über das 1. Könige-Ereignis ein. Es werden keine vollständigen Zitate aus den genannten Kommentatoren wiedergegeben; wenngleich deren Gedanken hier in fließender Form berücksichtigt werden.

*** Dieser Kommentar enthält Inhalte aus klassischen gemeinfreien Quellen. Teile des Materials wurden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, zusammengefasst oder übersetzt. Bitte vergleiche jede Erklärung mit dem vollständigen Bibeltext und seinem Zusammenhang. Wenn du einen Fehler oder eine verbesserungsbedürftige Übersetzung findest, teile es uns bitte mit.

1 Könige 5:9 Querverweise und verwandte Bibelstellen

Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Esra 3:7 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Esra 3:7 (LUTH1912) »
Sie gaben aber Geld den Steinmetzen und Zimmerleuten und Speise und Trank und Öl denen zu Sidon und zu Tyrus, daß sie Zedernholz vom Libanon aufs Meer gen Japho brächten nach dem Befehl des Kores, des Königs in Persien, an sie.

Hesekiel 27:17 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Hesekiel 27:17 (LUTH1912) »
Juda und das Land Israel haben auch mit dir gehandelt und haben Weizen von Minnith und Balsam und Honig und Öl und Mastix auf deine Märkte gebracht.

Apostelgeschichte 12:20 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Apostelgeschichte 12:20 (LUTH1912) »
Denn er gedachte, wider die von Tyrus und Sidon zu kriegen. Sie aber kamen einmütig zu ihm und überredeten des Königs Kämmerer, Blastus, und baten um Frieden, darum daß ihre Lande sich nähren mußten von des Königs Land.

LUTH1912 Bibelbuch auswählen