Old Testament
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Deuteronomium 5,18 – Du sollst nicht ehebrechen. (LUTH1912)
Eine kurze Orientierung: Das fünfte Buch Mose wiederholt das Zehnwort aus der Begegnung Gottes mit dem Volk. Das unerlässliche Verbot der ehebrecherischen Treue ist hier als weitreichende Maßgabe für Gottes heilige Gemeinschaft formuliert. Die Regel richtet sich an das alltägliche Leben, an persönliches Verhältnis, Familienordnung und gesellschaftliche Stabilität. Sie erinnert daran, dass Treue in der Ehe zugleich Treue zu Gott bedeutet.
Der Vers im Kapitel – Kontext und Bedeutung
Im Deuteronomium schärft Mose das Gesetz im Blick auf das Gelöbnis der Israeliten, das ihnen als gerechtes Bündnis mit dem Herrn gegeben ist. Die vorgeschriebene Ordnung der Eheordnung wird hier als Bestandteil der Lebensführung gesehen, die dem heiligen Charakter des Bundes entspricht. „Du sollst nicht ehebrechen“ fordert Reinheit in der Institution der Ehe und schützt die Würde der partnerschaftlichen Beziehung, die auch gesellschaftlich Grundfeste bildet.
Wesentliche geistliche Lehre
Vergleichbare biblische Passagen
– Die Zehn Gebote im Exodus 20 und 5. Mose 5 legen äquivalente Grundprinzipien fest: Loyalität gegenüber Gott geht Hand in Hand mit Loyalität im ehelichen Bund. Eine verwandte Stelle betont, dass Gottes Gebote in der Liebe erfüllt werden (Galater 5,14). Eine weitere Parallele zeigt, dass Untreue das Band der Gemeinschaft zerstören kann, während Reue und Umkehr die Ordnung wiederherstellen können (Psalm 51; Hesekiel 16).
Kurze Verbindungserklärungen: Die Absicht ist, den Menschen zu veranlassen, in einer heiligen Gemeinschaft zu leben, in der Bindung, Treue und Verantwortung geachtet werden. Das Gebot wirkt sowohl individuell als auch gemeinschaftlich.
Konkrete Anwendung heute
Dieses Gebot bleibt eine Grundlinie für persönliche Integrität. In der Praxis geht es um Treue, Respekt und Offenheit in der Ehe. Wer Beziehungsprobleme erlebt, sucht frühzeitig Beratung, Versöhnung und Gottes Hilfe. Die Würde der Ehe verlangt auch Respekt vor dem Leben des Partners, Schutz vor Täuschung und unverfälschte Kommunikation. Als Christen sind wir aufgefordert, Heiligkeit in unseren Beziehungen zu pflegen, damit das Volk Gottes eine glaubwürdige Botschaft seiner Treue erfährt.
Zusammenfassung
„Du sollst nicht ehebrechen“ fasst die Heiligkeit des Bundes mit Gott in das konkrete, alltägliche Leben hinein. Es ruft zu Treue im Ehebund, zum Schutz der Familie und zur Rücksichtnahme auf das gemeinschaftliche Wohl. Die Heiligkeit Gottes verlangt eine Lebensführung, die Reinheit, Ehrlichkeit und Verantwortung in allen Beziehungen einschließt.
Quellenhinweise und historische Länge
Traditionell werden Kommentare von Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke herangezogen, um die Tiefe des Verses zu erschließen. Die Kernbotschaft bleibt jedoch in der Heilige Schrift verankert: Treue in der Ehe gehört zum gelebten Bund mit Gott.
Gegenüberliegende Querverbindungen
– Exodus 20,14 (Du sollst nicht ehebrechen): Die direkte Verbindung zur göttlichen Gesetzgebung.
– Markus 10,9 (Was Gott verbunden hat, das lasse niemand scheiden): Die unauflösliche Basis der ehelichen Gemeinschaft.
– Hebräer 13,4 (Die Ehre der Ehe und Unveräußerlichkeit des Ehedanks): Die Beständigkeit der ehelichen Ordnung im neuen Bund.