Old Testament
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Jeremia 14,21 – Implied Setting und Bitte um Gottes Treue
Der Vers gehört zu einer klagenden Prophetie über Dürre, Hungersnot und Gottes Gerichte, die sich über Juda und Jerusalem legen. Jeremia mahnt das Volk zur Reue, doch hier wird eine eindringliche Bitte formuliert: Sie bitten um Gottes Namen und Treue, damit Gottes Bund und Ehre nicht verworfen werde. Es ist eine Betroffenheitsrede, in der die Gemeinschaft nicht durch äußere Rituale, sondern durch das Vertrauen auf Gottes Gnade gehalten werden soll.
Was der Text über Gott und den Glauben offenbart
Der Vers betont Gottes Namen, Herrlichkeit und Bund als zentrale Bezugspunkte des Glaubens. Es wird deutlich, dass Gottes Ehre mit dem Heilshandeln des Volkes verbunden ist: Wenn das Volk seine Treue bricht, geschieht eine Schändung des Namens Gottes. Zugleich wird die Möglichkeit einer bleibenden Verbindung durch Gottes Bund nicht aufgegeben; die Bitte bittet um Wiederherstellung und Beachtung dieses Bundverhältnisses trotz der Not. Das Vorbild hierfür ist Gottes beständiges Versprechen, auch wenn Menschen versagen.
Wichtige Begriffe und Bilder
Um deines Namens willen – Die Ehre Gottes steht über dem Wohl des Volkes; der Name Gottes repräsentiert seine Wesenseigenheit und sein Treueversprechen. Thron deiner Herrlichkeit – Metaphorisch das sittliche Zentrum Gottes, von dem aus Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Bundeshaltung ausgehängt werden. Bund – Das heilige Versprechen Gottes, eine Beziehung zu seinem Volk zu halten, trotz menschlicher Ungeduld oder Wiederholung von Untreue.
Verwandte Schriftstellen
– Jeremia 7,10–14: Gottes Zorn über falsche Anbetung und das Brechen des Bundes; die Bitte kann als Bekenntnis gesehen werden, dass nur Gottes Treue das Maß der Gemeinschaft trägt.
– Psalm 115,1 und ähnliche Verse: Die Ehre Gottes wird nicht durch menschliche Verdienste, sondern durch Gottes Gnade begründet; ähnliche Motive finden sich in Jeremia, dass Gottes Name bewahrt werden soll.
– 1. Mose 9,16 (Namenstrukturen des Bundes) – Der Name Gottes wird durch Treue des Volkes sichtbar, nicht durch Rituale allein.
Historischer Kontext in knapper Form
Jeremia ruft zu einer Zeit dürftiger Aussichten, Hungersnot und drohender Vernichtung. Die Identifikation mit Gottes Bund bleibt aber Kern der Identität Israels: Ohne Gottes Treue verliert das Volk seinen Sinn. Die Klage ruft zugleich zur Hoffnung auf eine Wiederherstellung, wenn Gottes Bund wieder in Kraft gesetzt wird.
Gegenwartsbezug und Anwendung
Verarbeitungshinweise
Die Texte dieser Passagen betonen, dass Gottes Name und Bund nicht verhandelbar sind. Die Psalmen- und Prophetenbotschaft ermutigt, sich auf Gottes Treue zu verlassen und ihn zu bitten, dass seine Gegenwart sichtbar bleibt – auch in klagenden Zeiten.
Historische Anmerkung zu Zitaten aus klassischen Kommentatoren: Wenn das der Text liefert, können wörtliche Formulierungen von Matthew Henry, Albert Barnes oder Adam Clarke hilfreich sein. In dieser Bearbeitung wurden keine direkten vollständigen Zitate dieser Autoren übernommen; kontextuelle Anleihen wurden sinngerecht integriert.