Old Testament
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Hohelied 2:3 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Wie ein Apfelbaum unter den wilden Bäumen, so ist mein Freund unter den Söhnen. Ich sitze unter dem Schatten, des ich begehre, und seine Frucht ist meiner Kehle süß.
Hohelied 2:3 Vers-für-Vers-Kommentar
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Hohelied 2:3 Querverweise und verwandte Bibelstellen
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Hohelied 8:5 (LUTH1912) »
Wer ist die, die heraufsteigt von der Wüste und lehnt sich auf ihren Freund? Unter dem Apfelbaum weckte ich dich; da ist dein genesen deine Mutter, da ist dein genesen, die dich geboren hat.

Hebräer 1:1 (LUTH1912) »
Nachdem vorzeiten Gott manchmal und mancherleiweise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten,

Jesaja 32:2 (LUTH1912) »
daß ein jeglicher unter ihnen sein wird wie eine Zuflucht vor dem Wind und wie ein Schirm vor dem Platzregen, wie die Wasserbäche am dürren Ort, wie der Schatten eines großen Felsen im trockenen Lande.
Hohelied 2,3 – Die Liebesbeziehung als Bild lebendiger Nähe
Der Vers beschreibt die innige, beschützende Nähe einer Geliebten zur Geliebten und nutzt dabei eine bildhafte Naturmetapher: Der Mann wird wie ein Apfelbaum unter wilden Bäumen, die Geliebte sitzt unter seinem Schatten und genießt seine süße Frucht. Das Bild betont Gemeinschaft, Geborgenheit und Freude in der Zuneigung, die sich frei und wohltuend entfaltet.
Literarischer Kontext
Im Hohelied ist die Liebesdichtung zwischen zwei Liebenden oft dialogisch und reich an Naturbildern. Kapitel 2 entfaltet eine Sprache des Beschützten und Begehrten: Der Mann als freundlicher, schattenspendender Baum – beständig, fruchtbar. Die Bezeichnung „unter dem Schatten, des ich begehre“ zeigt eine tiefe Verlangen nach Nähe, aber in einer ruhigen, gelassenen Gnade. Die Metapher der Frucht weist auf Lust, Freude und befreiende Lebensnähe hin, nicht auf Dominanz. Die Szene öffnet zugleich den Blick für gegenseitigen Respekt und Zueinandergehörigkeit innerhalb einer göttlich becarten Ordnung der Liebe.
Theologische Bedeutung
Dieses Bild erinnert daran, dass Liebe im biblischen Sinn oft Beziehungsvoll und schützend ist: Der Geliebte bietet Schutz, der Geliebte sammelt Ruhe und Nahrung in der Gemeinschaft. Die Frucht, die der Kehle süß ist, deutet auf Belohnung und Zustimmung der Zuneigung hin. In der ganzen Pilgerzeit des Buches werden Liebe und Begehren in einer Haltung der Anbetung und des Vertrauens sichtbar: Nähe ist kein flüchtiges Gefühl, sondern eine lebensspendende Verbindung, die Stabilität und Freude schenkt. Die Darstellung lässt Raum für eine ruhende, friedliche Erfahrung der Liebe, die zugleich aktiv bleibt in Hingabe und Treue.
Verknüpfungen mit anderen Texten
Bezugnahmen bedeuten nicht wörtliche Anwendungen, sondern spiegeln Prinzipien wider: Nähe, Schutz, Freude in der Gemeinschaft – alles im Rahmen einer gottgewollten Liebe.
Fragen zum Nachdenken
Zusammenfassung
Der Vers verkehrt das Bild der Liebe als lebendige Nähe: Ein Mann, der wie ein ruhiger, schattenspendender Baum ist, und eine Geliebte, die unter diesem Schutz die kostbare Gegenwart seiner Güte genießt. Die Süße der Frucht verweist auf willkommene Gemeinschaft und Zustimmung. In dieser Darstellung wird Liebe als Quelle von Sicherheit, Freude und Gottesgebot verstanden, die die Beziehung stärkt und trägt.
Historische Quellentexte in kurzen Zitaten:
Matthew Henry kommentierte die Naturbilder als Ausdruck der Sitte der Liebe, die in Ruhe und Anmut gedeiht. Albert Barnes betont die gegenseitige Einwilligung und die Freude der Gegenwart, während Adam Clarke die Fruchtbarkeit der Zuneigung als Belohnung der Treue deutet. (Kurzverweise zu den typischen Kommentarlinien dieser Gelehrten – wörtliche Langzitate werden hier nur in Originalquellen wörtlich angegeben, falls vorhanden.)
Querverweise