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Hohelied 7:10 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Mein Freund ist mein, und nach mir steht sein Verlangen.
Hohelied 7:10 Vers-für-Vers-Kommentar
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Hohelied 7:10 Querverweise und verwandte Bibelstellen
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Psalm 45:11 (LUTH1912) »
so wird der König Lust an deiner Schöne haben; denn er ist dein HERR, und ihn sollst du anbeten.


Hohelied Salomos 7,10 (LUTH1912): Überblick und Auslegung
Der siebte Kapittelabschnitt des Hohelieds entfaltet erneut ein Bild der innigen Zuneigung zwischen Braut und Bräutigam. Die Verse führen das zentrale Motiv der beiderseitigen Hingabe fort: Das Verlangen des Brautpaares nach einander ist Ausdruck einer liebevollen, wörtlichen und geistlichen Nähe. Im Vers 10 bekräftigt die Braut, dass ihr Freund sie liebt und dass sein Verlangen nach ihr gerichtet ist. Diese Formulierung bietet eine klare Botschaft: Die Liebe ist aktiv, bekennt sich zur exklusiven Verbundenheit und zeigt sich in einer freudigen, entschiedenen Zuwendung.
Der Vers im Kontext des Kapitels
In Hohelied 7 zeigt der Textpaar eine zunehmende Intimität: Die Liebende beschreibt die Verwandlung von äußeren Bildern in eine innere Vertrautheit. Der Vers 7,10 dient als Bekenntnis der Braut über die stabile, beidseitige Zuwendung: „Mein Freund ist mein, und nach mir steht sein Verlangen.“ Die Wiederholung des Motivs der Nähe stärkt das Bild einer exklusiven, beständigen Beziehung, die zugleich eine geistliche Bedeutung besitzt: Die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk wird oft in der Sprache der Liebe beschrieben.
Zentrale geistliche Lehre
Die Kernbotschaft dieses Verses lässt sich in drei kurzen Punkten zusammenfassen: Erstens die Bestimmung des Herzens auf den geliebten Partner; zweitens die Bereitschaft, dem Verlangen des anderen Folge zu leisten; und drittens die Freude an der gegenseitigen Zuwendung. Spirituell gesehen ermutigt der Text, die Gottesliebe als eine verlässliche, begehrende Gegenliebe zu verstehen, die keine Furcht vor Nähe kennt, sondern zur offenen Hingabe einlädt.
Verknüpfte biblische Querverweise
Praktische Anwendung
Kommentar-übergreifende Einsichten
Historisch-öffentliche Kommentatoren wie Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke betonen die Bildsprache der Liebe als kraftvolles Gleichnis für geistliche Nähe. Henry hebt oft die innige Verbindung hervor, Barnes die Praxis der Liebe und Treue, Clarke die Reinheit und die Schönheit der beidseitigen Hingabe. In dieser Passage wird die Idee einer festen, einender Zuwendung zwischen Liebenden in eine göttliche Bildsprache übersetzt, die sowohl intim als auch heilig bleibt.
Zusammenfassung: Der Vers 7,10 manifestiert die gegenseitige, freudige Zuwendung von Braut und Bräutigam als Ausdruck einer tiefen, exklusiven Liebe. Er ruft zu einer ähnlichen Hingabe in der Beziehung zu Gott auf und bietet Orientierung für die Art, wie Menschen Zuneigung in Reinheit und Treue leben können. Die Passage erinnert daran, dass Nähe nicht privates Geheimnis bleibt, sondern eine Sprache des Vertrauens und der gelebten Treue ist.