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Jeremia 15,11 (Luther1912): Der Herr sprach
Im unmittelbaren Umfeld dieses Kapitels spricht der HERR zu Jeremia in einer Zeit der schweren Bedrängnis und des göttlichen Züchtigungsgrades für Juda. Jeremia klagt über Verfolgung und Missachtung des Prophetendienstes, und der Herr antwortet mit einer Zusage der Verlässlichkeit und Fürsorge auch in der Not. Die hier geäußerte Botschaft gehört zu den passagen, in denen Gott trotz Zorn Barmherzigkeit verspricht und die Treue seines Bundes betont.
Was der Text über Gott oder den Glauben offenbart
Gott wird als souveräner Beschützer dargestellt, der nicht unvermittelt verurteilt, sondern Humane Planung und Rettung auch für eine bedrängte Überrest-Gemeinde bereithält. Die Zusage, „euer etliche übrigbehalten“ zu lassen und ihnen „zu Hilfe kommen in der Not und Angst unter den Feinden“, betont Gottes Treue gegenüber einem ausdauernden Teil des Volkes. Obwohl der Weg der Nation durch Schuld belastet ist, bleibt Gottes Blick nicht auf das Gesamtmaß der Verfehlungen gerichtet, sondern richtet sich auf diejenigen, die Ihm treu bleiben. Die Formulierung verbindet Gericht und Gnade: Züchtigung, damit am Ende Rettung und Erleichterung erfolgen können.
Wichtige Wörter und Bilder erklärt
Verwandte Bibelstellen (Cross-References)
Historisch-theologische Einordnung (unverfälschte Impulse)
Die Kommentatoren der klassischen Freien-Schriften, namentlich Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke, erkennen in Jeremia 15,11 typischerweise den gemischten Charakter von Zucht und gnädiger Bewahrung. Henry hebt hervor, dass Gottes Treue trotz menschlicher Untreue bestehen bleibt; Barnes betont die praktische Hilfe selbst in widrigen Umständen; Clarke verweist auf die Geduld Gottes, der sich nicht endgültig vom Volk scheidet, sondern einen Überrest behält, damit aus der Geschichte Gottes Rettungsplan fortgesetzt wird. Ggf. wörtliche Zitate aus ihren Kommentaren werden separat angegeben, falls verfügbar.
Gültige Verbindung in der Gegenwart
Für heutige Leser bedeutet Jeremia 15,11: Wer treu zu Gott steht, darf darauf vertrauen, dass Gott nicht von ihnen ablässt, auch wenn Umstände drohen oder Bedrängnisse zunehmen. In Krisenzeiten bleibt Gottes Beistand zuverlässig; der Glaube ruft zu einer heiligen Geduld, zu einer Haltung des Vertraunens, dass der Herr die Treuen nicht verlässt.
Praktische Anwendungsweisen: - Vertraue auf Gottes Gegenwart in der Not, auch wenn Lösungen schwer zu erkennen sind. - Halte an der Treue fest, selbst wenn äußere Feinde oder innere Zweifel drohen. - Bete um Gottes Hilfe konkret, damit der Übrigbleibende unter seinen Umständen Rettung erfährt.
Verwendete Quellen und Anmerkungen: Anknüpfungen an die klassischen Exegeten zeigen, dass in Jeremia 15,11 die Thematik von Züchtigung und göttlicher Rettung eng verbunden ist, und dass ein treuer Rest Gottes Gnade erlebt. Falls wörtliche Zitate aus Henry, Barnes oder Clarke benötigt werden, können sie auf Nachfrage ergänzt werden.