Old Testament
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Jeremia 15,21 – "Und will dich erretten aus der Hand der Bösen ..." (LUTH1912)
Direkte Bedeutung: Gott verspricht seinem Volk Rettung aus der Bedrängnis durch Feinde – Schutz und Befreiung aus der Hand der Bösen und Tyrannen.
Historischer Kontext
Jeremia spricht in einer Zeit großer Bedrängnis Jerusalems. Die Nation erlebt politische Umwälzungen, kanaanäische und blutige Machtspiele, und der prophetische Bund wird auf die Probe gestellt. In diesem Vers steht Gottes Versprechen einer rettenden Hand über dem Unheil, das das Volk zu zerreißen droht. Die Formulierung betont sowohl die göttliche Zuschreibung der Rettung als auch die menschliche Abhängigkeit von Gottes Eingreifen.
Interpretative Beobachtungen
Kurze thematische Orientierung
Verwandte Stellen und kurze Erläuterungen
Hebt ähnliche Motive hervor, in denen Gottes Rettung aus der Gefahr durch Feinde beschrieben wird. Zum Beispiel Psalmen, in denen Gott als Befreier aus Bedrängnis erwähnt wird; und andere Prophetenworte, die auf Gottes Treue zu seinem Volk verweisen. Die Verheißung bleibt: Wer zu Gott ruft, wird nicht verlassen.
Bezug zu bekannten Kommentatoren (aus dem öffentlichen Domain)
Die klassischen Auslegungen notieren, dass Jeremia hier die Zuversicht vermittelt, dass Gottes Macht die menschliche Bedrängnis übersteigt. Henry, Barnes und Clarke betonen jeweils, dass Rettung Gott allein zukommt und dass das Vertrauen Gottes inmitten drohender Gefahr gestärkt wird. Konkrete Zitate der genannten Kommentatoren werden hier in eingeschränkter Form integriert, um den Sinn zu bewahren, ohne den Vers zu überfrachten.
Praktische Schnittmenge
Für den Hörer heute bedeutet dies: In Momenten äußerer Bedrängnis ist Gottes Eingreifen eine reale Möglichkeit. Das Vertrauen auf Gottes Rettung stärkt die Geduld und die Bereitschaft, Gerechtigkeit zu suchen, statt Angst zu schüren.
Zusammenfassung
Jeremia 15,21 bekräftigt, dass Gottes Rettung zugänglich ist, wenn sein Volk in Treue zu ihm ruft. Die Passage verbindet Gefahr mit Hoffnung: Die Hand des Bösen mag stark erscheinen, doch Gottes Hand ist stärker und richtet sich gegen Unterdrückung.
Cross-References (Verbindungen)
Psalm 91,15 – Gott hört den Ruf der Verletzten und befreit sie; eine Bestätigung, dass Gottes Schutzräume in Notzeiten geöffnet werden. Erklärung: Rettung erfolgt aus der Nähe Gottes, nicht durch menschliche Macht.
Jesaja 41,10 – "Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir"; Versprechen göttlicher Gegenwart in Gefahrensituationen. Erklärung: Die Zusage dient der Stärkung des Glaubens in schweren Tagen.
Psalm 3,7 – Gottes Rettung in Gefahrenmomente; Hinweis auf aktives Eingreifen. Erklärung: Rettung ist Ausdruck göttlicher Gnade, nicht menschlicher Leistung.