Old Testament
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Kommentar zu Sprüche 5,18 (LUTH1912)
Bedeutung in einem Satz: Der Vers ruft dazu, die Ehefrau der Jugend als eine Quelle von Freude, Treue und Wertschätzung zu betrachten und die eheliche Beziehung in Dankbarkeit zu bewahren.
Kontextueller Hintergrund
Sprüche Kapitel 5 gehört zu den Weisheitsreden, die vor den Risiken des Ehebruchs warnen und stattdessen die Treue in der Ehe betonen. Der Spruch richtet sich an den Mann und erinnert daran, seine Frau nicht zu verleugnen oder zu vernachlässigen, sondern die eheliche Gemeinschaft zu ehren. Im kulturellen Kontext des Salomos ist die eheliche Treue eng mit Gerechtigkeit, öffentlicher Moral und persönlicher Frömmigkeit verbunden.
Interpretationsbeobachtungen
Kurze thematische Gliederung
Nebenstellen und Bezüge
Bezug 1: Ehemannliche Treue wird durch eine beständige Freude an der Ehe gestärkt; dies ergänzt Sprüche 4,23, wo das Herz als Quelle des Lebens gilt. Erklärung: Ein aufrichtiger Blick auf die Ehe bewahrt geistliche Reinheit und praktische Lebensführung.
Bezug 2: Die Ehe als Gottes Geschenk fordert Dankbarkeit; ähnliche Ausdrücke finden sich in Sprüche 3,3–4, wo Loyalität und Liebe zu einer weisen Lebensführung führen. Erklärung: Dankbarkeit öffnet den Weg zu Gottes Segen.
Bezug 3: Warnung vor äußerer Verführung, die zum Verlust von Treue führt; siehe Sprüche 7 als Gegenstück zu verführerischen Angeboten. Erklärung: Weisheit ermutigt zur Festigung der ehelichen Verpflichtung.
Praktische Schlussfolgerung
Pflege die Beziehung zu deiner Frau als kostbares Geschenk. Zeige Dankbarkeit, suche gemeinsam Freude, und bewahre Treue als Kern deiner Lebensführung. Die Freude am Bund der Ehe stärkt Familie, Gemeinde und eigenes Zeugnisset.
Quellenhinweise (Auszüge aus klassischen Kommentaren)
Hinweis: Die folgende Nacherzählung nutzt allgemein bekannte Einsichten aus öffentlichen, älteren Kommentaren. Wörtliche Langzitate werden nicht wiedergegeben, sondern sinngemäß zusammengefasst.
Matthew Henry betont, dass die Ehe eine göttliche Ordnung ist, in der Zuwendung und Treue gepflegt werden; er betont oft die Pflicht des Mannes zur Treue. Albert Barnes hebt hervor, dass eheliche Freude durch Beständigkeit und Respekt erzeugt wird. Adam Clarke legt weniger Augenmerk auf romantische Idealisierung, sondern auf praktische Treue, die durch Gottes Segen bestätigt wird.
Zusammenfassung mit fließendem Kommentar
Der Vers besingt die eheliche Freude als eine segensreiche Lebensgemeinschaft. In einer Zeit, in der Versuchungen lauern, wird der Mann ermahnt, die Frau seiner Jugend zu schätzen und dankbar zu bleiben. Diese Haltung schützt vor Verirrungen, stärkt das Familienleben und entspricht Gottes Ordnung. Die Weisheit ruft dazu auf, die eheliche Beziehung wie einen lebenslangen Schatz zu hegen – mit Wertschätzung, Treue und Freude, die sich über die Jahre hinweg vertiefen.