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Sprüche 5,15 (LUTH1912): Trink Wasser aus deiner Grube und Flüsse aus deinem Brunnen
Überblick: Sprüche 5 richtet den Blick auf Treue und Reinheit in der ehelichen Gemeinschaft. Vers 15 mahnt vor dem Verirren in fremden Bindungen und ruft stattdessen zur Hingabe an den eigenen Ehebund. Die Metapher des Trinkens aus eigener Grube und aus dem eigenen Brunnen betont Exklusivität, Treue und Verantwortlichkeit in der ehelichen Beziehung.
Der Vers im Kontext des Kapitels
In Kapitel 5 warnt der Weisheitslehrer vor den verführerischen Wegen der Hure und der ehebrecherischen Versuchung. Die Aufforderung, Wasser aus der eigenen Grube zu trinken, verankert Ehetreue als kostbares Gut, das geschützt, gepflegt und nicht mit fremden Beziehungen vermischt werden soll. Die Vorstellung der Grube und des Brunnens deutet auf eine intime, lebensfördernde Verbindung hin, die für das Wohl des Hauses und der Gemeinschaft wichtig ist.
Zentrales geistliches Lehrprinzip
Der Vers betont Loyalität in der ehelichen Beziehung, Vermeidung ehelicher Untreue und das Bewusstsein, dass sexuelle Treue Gottes Ordnung widerspiegelt. Treue wird hier nicht nur als Verhaltensregel, sondern als Lebensraum beschrieben, in dem Liebe, Sicherheit und schöpferische Frucht gedeihen.
Vergleichbare biblische Verweise
Anwendung für heute
Der Text ruft zu praktischer Treue: Bewahrung der ehelichen Gemeinschaft vor Ablenkung, Respekt vor dem Partner, und bewusste Pflege der Beziehung durch Gespräche, Zärtlichkeit und gemeinsame Werte. Wer seine eheliche Grube pflegt—durch Ehrlichkeit, Loyalität und verantwortliches Handeln—, erntet Sicherheit, Vertrauen und geistliche Gemeinschaft.
Kurze Cross-References und ihre Bedeutung
Zusammenfassung
Sprüche 5,15 ruft dazu auf, die Treue in der eigenen Ehe als geschätztes, kostbares Gut zu bewahren. Die Bilder von Grube und Brunnen zeigen, dass innere Veranlagungen und äußeres Verhalten übereinstimmen sollten: Exklusivität, Schutz des Partners und Verantwortlichkeit gegenüber Gott und der Gemeinschaft. Die biblische Botschaft erinnert daran, dass wahrer Lebensfluss in der ehelichen Beziehung wächst, wenn man sich an den eigenen Bund hält.
Beachteter Kommentarkompass: Die folgende knappe Reflexion verbindet klassische Stimmen mit eigener Deutung:
Matthew Henry hebt die Treue als Pflicht gegenüber dem Ehepartner und als Gottesdienst hervor. Albert Barnes betont die Verantwortung, Versuchungen zu widerstehen und die eheliche Verpflichtung zu respektieren. Adam Clarke unterstreicht die Vorstellung, dass eheliche Reinheit eine göttliche Ordnung widerspiegelt. Gemeinsam wird sichtbar, dass Treue kein Verstecken, sondern ein freudiges Miteinander im göttlichen Vorsatz ist.