Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiChapter
Sprüche 1 Sprüche 2 Sprüche 3 Sprüche 4 Sprüche 5 Sprüche 6 Sprüche 7 Sprüche 8 Sprüche 9 Sprüche 10 Sprüche 11 Sprüche 12 Sprüche 13 Sprüche 14 Sprüche 15 Sprüche 16 Sprüche 17 Sprüche 18 Sprüche 19 Sprüche 20 Sprüche 21 Sprüche 22 Sprüche 23 Sprüche 24 Sprüche 25 Sprüche 26 Sprüche 27 Sprüche 28 Sprüche 29 Sprüche 30 Sprüche 31



Sprüche 5,22 (LUTH1912): Die Missetat des Gottlosen wird ihn fangen, und er wird mit dem Strick seiner Sünde gehalten werden.
Wörtliches setting der Passage
Der Vers gehört zum Warnteil des Buches der Sprüche, der vor den Folgen eines ausschweifenden Lebens wandelt, besonders in Bezug auf Ehebruch und verkehrte Begierden. Die الصورة (Bildsprache) der Falle und des Fessels erinnert daran, dass Missbrauch von Begierden letztlich den Täter selbst festhält. Der Satz verbindet Ursache und Folge: Die Taten des Gottlosen ziehen eine entsprechende Fessel nach sich, die ihn hält, bis die Strafe folgt.
Was der Text über Gott und Glauben offenbart
Gottes Gestalt in diesem Vers zeigt sich als der Gerechte, der die Ordnung der Welt bewahrt: Wer gegen Gottes Maßstab lebt, fällt in eine unabwendbare Ruhelage der Sünde. Gottes Weisheit dient hier als Mantel der Warnung, damit Menschen nicht verharren in verkehrten Gelüsten, sondern zu rechter Lebensführung zurückfinden. Die Formulierung betont die Selbstfesselung des Sünders durch seine eigenen Handlungen; Gott greift nicht willkürlich ein, sondern die Konsequenz der gesamtmenschelnden Entscheidung kommt zur Geltung.
Wichtige Begriffe und Bilder erklärt
Verwandte Passagen und deren Sinnbezug
• Sprüche 1,19: Wer reiche Beute sucht, wird in die Falle geraten – Verhaltensmuster ziehen entsprechende Folgen nach sich. Eine Parallele zur selbstgesetzten Gefangenschaft durch unkluge Lebensführung.
• Sprüche 4,14–15: Wege des Bösen vermeiden – Rechtleitung durch Weisheit, damit man nicht in den Fächer der Sünde fällt.
• Römer 6,23: Die Folge der Sünde ist der Tod, während Gottes Gabe das ewige Leben in Christus ist – dass die Wahl der Sünde zwar scheinbar Freiheit bietet, aber eine Fessel wird.
Anwendung für das Jetzt
Der Vers mahnt zu Wachsamkeit gegenüber den eigenen Begierden: Wer nach eigenem Vergnügen drängt, setzt sich selbst in eine Falle. Weisheit fordert, eigene Bedürfnisse unter Gottes Ordnung zu stellen und impulsive Handlungen zu prüfen. Die Perspektive der Sprüche betont, dass Freiheit nicht im Ausschluss der Regeln liegt, sondern in der Lebensführung, die Gerechtigkeit, Treue und Selbstbeherrschung sucht. Wer heute Lebensführung prüft, möge die Sünde als eine Kette erkennen, die erst durch Reue und Umkehr gelöst werden kann.
Gute Querverbindungen
• 1. Korinther 6,12–20: Der bittere Gegensatz von Freiheit durch Christus und Gefangenschaft durch unreine Lebensführung – eine erweiterte Perspektive auf die „Fessel“ der Sünde.
• Johannes 8,32–36: Die Wahrheit macht frei; wer in der Wahrheit bleibt, wird nicht unter der Macht der Wahrheit der Sünde stehen.
Hinweis zu zitierten Kommentatoren (Kurzsummary und mögliche wörtliche Merkmale)
In der often-zitierten Zusammenwirkung der klassischen Exegese betonen Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke, wie Sünde die Selbstbindung des Täters auslöst und Gottes Weisheit vor Gefährdungen warnt. Henry hebt oft die praktische Lebensführung hervor, Barnes die moralische Verantwortung, Clarke die logische Schilderung von Ursache und Folge. Vereinzelte prägnante Formulierungen aus ihren Werken würden hier in sinngemäßer Zusammenfassung erscheinen, ohne den Sinn zu verfälschen.