Old Testament
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Römer 5:15 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Aber nicht verhält sich's mit der Gabe wie mit der Sünde. Denn so an eines Sünde viele gestorben sind, so ist viel mehr Gottes Gnade und Gabe vielen reichlich widerfahren durch die Gnade des einen Menschen Jesus Christus.
Römer 5:15 Vers-für-Vers-Kommentar
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Römer 5:15 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Römer 6:23 (LUTH1912) »
Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm HERRN.

Römer 5:12 (LUTH1912) »
Derhalben, wie durch einen Menschen die Sünde ist gekommen in die Welt und der Tod durch die Sünde, und ist also der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, dieweil sie alle gesündigt haben;

Epheser 2:8 (LUTH1912) »
Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es,
Römer 5,15 – Überblick und Auslegung (LUTH1912)
In Römer 5 entfaltet Paulus eine doppelseekende Gegenüberstellung: Die Folge der Sünde ist Tod, doch die Gnade Gottes und das Geschenk des Lebens kommen in der Fülle durch Jesus Christus. Der Vers 15 verdeutlicht, wie viel größer die Gnade ist als die Sünde, nicht durch Ersetzung der einen Sünde, sondern durch eine überströmende Gottesgabe, die in Christus Jesus zu uns kommt.
Der Vers im Zusammenhang des Kapitels
Paulus zeigt zunächst, dass der Sündenfall und die Folge der Verdammnis menschliche Schuld betreffen. Dann hebt er hervor, dass Jesu Gnade eine unvergleichlich größere Wirklichkeit ist: Während viele durch die Sünde gestorben sind, überkommt die Gnade Gottes und das Geschenk der Gerechtigkeit im Übermaß durch den einen Mann Jesus Christus. Die Struktur betont die Überlegenheit der göttlichen Gnade gegenüber der menschlichen Sünde.
Kernaussage und Gegenüberstellung
Diese Gegenüberstellung ruft zu dem Vertrauen, dass Christi Opfer nicht bloß eine Ausgleichung der Schuld ist, sondern eine lebendige, überreichende Quelle neuer Lebensordnung für Gläubige darstellt.
Wesentliche Lehrfiguren aus den historischen Kommentaren
Matthew Henry betont die Überlegenheit der Gnade, die nicht bloß die Strafe mindert, sondern die Gerechtigkeit und das neue Leben Gottes in uns hervorbringt. Albert Barnes hebt hervor, dass die Gnade Christi nicht eine kurze militante Erleichterung sei, sondern eine umfassende Gabe, die ausreicht, das ganze Leben zu transformieren. Adam Clarke unterstreicht die plurale Fülle der Gnade, die sich “reichlich widerfahren” lässt, und sieht darin die Ausgießung der Gnade durch den einen Mittler.
Beispielhafte Querverbindungen
1) Römer 3,24–25 – Die Gnade, durch den Tod Christi vermittelt, wird als Gottes Geschenk deutlich. Die Gnade wird hier als Begründung der Rechtfertigung gesehen und legt den Grundstein für die im Römerbrief entfaltet gewonnene Rechtfertigung aus Glauben.
2) Epheser 2,8–9 – Die Errettung als Gabe aus Gottes Gnade, nicht aus Werken; das Geschenk des Heils wird so als freies Tun Gottes beschrieben, das Menschen zu Rechtfertigung und neues Leben führt.
3) Titus 3,7 – Die Gnade bewirkt, dass Gläubige durch Gottes Güte gerechtfertigt werden und zu einem hoffnungsvollen künftigen Leben berufen sind.
Anwendung für den Alltag
Zusammenfassung
Römer 5,15 macht deutlich, dass die Gnade Gottes in Christus Jesus in intensiver Weise größer ist als die Sünde. Wo die Sünde den Tod verbreitete, bringt Gottes Gnade Leben, Rechtfertigung und eine fruchtbare Beziehung zu Gott. Die Worte der Ritter und Kommentatoren erinnern daran, dass diese Gnade nicht eine abstrakte Theorie bleibt, sondern eine lebendige Gabe, die Gläubigen in jeder Situation trägt.