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Römer 5:16 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Und nicht ist die Gabe allein über eine Sünde, wie durch des einen Sünders eine Sünde alles Verderben. Denn das Urteil ist gekommen aus einer Sünde zur Verdammnis; die Gabe aber hilft auch aus vielen Sünden zur Gerechtigkeit.
Römer 5:16 Vers-für-Vers-Kommentar
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Römer 5:16 Querverweise und verwandte Bibelstellen
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Jesaja 1:18 (LUTH1912) »
So kommt denn und laßt uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünde gleich blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden; und wenn sie gleich ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.

Apostelgeschichte 13:38 (LUTH1912) »
So sei es nun euch kund, liebe Brüder, daß euch verkündigt wird Vergebung der Sünden durch diesen und von dem allem, wovon ihr nicht konntet im Gesetz Mose's gerecht werden.

Genesis 3:6 (LUTH1912) »
Und das Weib schaute an, daß von dem Baum gut zu essen wäre und daß er lieblich anzusehen und ein lustiger Baum wäre, weil er klug machte; und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann auch davon, und er aß.
Römer 5:16 (LUTH1912) – Kontext und Bedeutung
Der Vers gehört in den größeren Zusammenhang von Römer 5, wo der Apostel Paulus die Gegenseite von Adams Fall und Christi Gnade gegenüberstellt. Nachdem er dargelegt hat, dass durch einen einzigen Verstoß des Sünders der Tod zu herrschen begann, erklärt er, dass die Gnade Gottes durch Jesus Christus viel reicher wirkt: Die Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit stehen im Gegensatz zur Sünde, die durch eine Sünde kam und Verdammnis brachte. Die Vorstellung der „Gabe“ zielt hierbei auf die unfassbare Gabe der Gerechtigkeit, nicht auf eine bloße Ausgleichung von Sünden, sondern auf eine lebensverändernde, rechtfertigende Gnade, die vor Gott besteht.
Zentrale Bedeutung
Der Vers betont zwei Dinge: erstens, dass das Geschenk Gottes durch Jesus Christus größer ist als die Ursache der Verdammnis (die Sünde, durch den ersten Menschen); zweitens, dass die Gerechtigkeit, die aus der Gabe erwächst, frei und zuständig für mehrere Sünden ist. Während das Urteil durch eine Sünde kam und Verdammnis brachte, wirkt die Gabe der Gerechtigkeit durch Christus zu vielen Verfehlungen hinein, sodass der Gläubige vor Gott gerecht gesprochen wird.
Themen, die der Vers anschlägt
Verwandte Passagen
– Römer 3:24–26: Rechtfertigung als Gottes Gabe durch die Erlösung in Christus. Eine enge Verbindung zu Römer 5, da beides die freimachende Gnade betont. Kurzfazit: Gott schenkt Gerechtigkeit, nicht weil wir es verdienen, sondern weil Christus genügt hat.
– Römer 6:23: Der Lohn der Sünde ist der Tod; die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus. Bezugspunkt: Das Gegenüber von Verdammnis und Leben durch Glauben.
– Galater 3:13–14: Christus hat uns losgekauft vom Fluch des Gesetzes; die Segnungen des Abrahamicums werden durch den Geist empfangen. Verknüpfung: Die Gabe der Gerechtigkeit breitet sich durch den Glauben aus.
Praktische Reflexion
Was bedeutet diese Gabe heute für den Alltag? Sie ruft zu einer Dankbarkeit auf, die nicht bloß Erkenntnis bleibt, sondern Erneuerung bewirkt: Wer in Christus gerechtfertigt ist, lebt nicht mehr unter der Verdammnis der Sünde, sondern unter der Freiheit der Gerechtigkeit. Das führt zu einer Lebensweise, die Gottes Wille sucht und Ihm Gehorsam zeigt, nicht aus Furcht, sondern aus der Freude an der neuen Identität in Christus.
Kurze Schlussbetrachtung
Römer 5:16 erinnert daran, dass Gottes Gabe in Christus weit stärker wirkt als die Sünde; sie schafft Rechtfertigung für viele Sünden und verschafft dem Gläubigen eine neue Haltung vor Gott. Die Gnade überwindet Verdammnis durch eine einzige Sünde und eröffnet damit eine neue, lebensverändernde Gerechtigkeit.
Sichtbare Querverbindungen
– Die anteilige Wirkung der Sünde in Adam veranschaulicht die Notwendigkeit der göttlichen Gnade. Beispielhafte Zitate aus den klassischen Kommentatoren (frei wiedergegeben): Adam Clarke hebt die Kraft der Einführung der Gnade hervor, Henry betont die Unmöglichkeit, göttliche Gerechtigkeit durch seine Werke zu erlangen, Barnes betont die freimachende Natur der Gabe. Die Nutzung dieser Stimmen dient der Veranschaulichung der Grundrichtung des Textes.
Hinweis zu direkten Zitatpassagen: Soweit wörtliche Sätze aus Matthew Henry, Albert Barnes oder Adam Clarke verwendet oder referenziert wurden, sind sie hier paraphrasiert oder nur in kurzer Form eingefügt. Konkrete Textzitate würden den Rahmen dieses Kommentars sprengen.